Das war der Regionalwert-Neujahrsempfang – vielen Dank!

Das war wieder ein intensiver Austausch in den schönen Räumen von Shellson’s Kochmanufaktur: mit rund 50 Aktionär:innen und 10 Partnerbetrieben haben wir auf ein neues Jahr engagierter Zusammenarbeit mit dem köstlichen Sekt von Regionalwert-Partner Bioland Kay Weine angestoßen.

Nacheinander haben sich Regionalwert-Beteiligungen und -Partner:innen vorgestellt, allen voran Kathrin Messerschmidt von Kay Weine – mit der Restaurierung des Weinberg Getrudenberg, einem Beteiligungsprojekt der Regionalwert AG – und den ausverkauften Kulturveranstaltungen in der neuen Vinothek. Monika und Michael vom Obsthof Rönn berichteten vom Anbaujahr 2024, einem Jahr in dem 90% der Obstblüte durch eine kalte Nacht im Mai erfroren sind – und was der Klimawandel für den Obstanbau bedeutet: zunehmend Dürre, Frost und Überschwemmung, sowie viele Sorten, die nicht damit zurecht kommen. Kevin Mutschall erklärte, dass in seinen Kochkursen nicht nur beigebracht wird, wie man kocht (wichtig, damit das Wissen nicht verloren geht), sondern auch woher Lebensmittel kommen (sollten). Er kauft so gut wie ausschließlich bei Biolanden Momo in Bonn Beuel ein, auch ein Regionalwert Partnerbetrieb mit besonders regionalem Anspruch. Anne Lohmann erklärte ihr Ernährungskonzept ESS KULTUR PUR, das auf den Wirkungen von Lebensmitteln basiert – und achtet daher besonders auf die inhaltliche Qualität von Obst und Gemüse (Stichwort Nebennährstoffe und Mineralien). Haus Bollheim merkt die Zurückhaltung der Verbraucher:innen beim Einkauf in den Bioläden und auf den Märkten – obwohl hier die Preise für Bioprodukte stabil blieben – anders als im Handel. Das konnte Rita Hüsgen bestätigen – die Biokiste von Bioland Hüsgen liefert an etwa 2.000 Haushalte, die Absatzzahlen sind konstant aber wachsen nicht mehr so stark wie vor Corona. Biohof Solbach aus Olpe Wenden stellte sich als neuer Partnerbetrieb vor, mit einer breiten Produktpalette von Hühner- und Weiderinderprodukten aus artgerechter und naturschutzorientierter Tierhaltung. Über die sehr (sehr) langwierigen (und frustrierenden) Verhandlungen mit Veterinärämtern für die Zulassung berichtete Thomas Klein, zuversichtlich dass es bald mit der Mobilen Regionalwert Metzgerei losgehen kann. Die Monschauer Bauernmolkerei hat sich leider abgemeldet, sie ist auf dem Weg zur Genehmigung einer notwendigen höheren Milchmenge nach 2,5 Jahren gescheitert.

Wir haben über Nahrungsmittelsicherheit durch regionale Wertschöpfungsketten, internationale Importe für 70% Obst und Gemüseversorgung, die Praktiken des Lebensmittelhandels (Preisdruck durch Konkurrenz rechtfertigt nicht Umweltzerstörung oder Ausbeutung) und Rendite – in dem Zusammenhang über die Kampagne www.wasistesdirwert.bio diskutiert.