Gemeinsam ermöglichen wir mit Bürgeraktien ökologische, regionale Lebensmittel von Hof und Acker der Bauern auf den Teller.

Demeter-Betrieb Breuner Hof in Lindlar

Petra und Hardy Burgmer vom Breuner Hof (Bild Marita Urfey)

Der biologisch-dynamisch wirtschaftende demeter Betrieb liegt mitten im schönen Oberbergischen Land in Lindlar. Von Wald und Weiden umgeben wird der Breuner Hof von Hardy und Petra Burgmer in der 8. Generation betrieben. Auf 17 ha Ackerland und 63 ha Grünland pflegen sie einen respektvollen Umgang mit den Tieren und arbeiten mit Begeisterung in der Landwirtschaft.

Im Schwerpunkt ist der Breuner Hof ein Milchviehbetrieb. Die Herde besteht aus 70 Milchkühen mit Nachzucht von verschieden Rassen, darunter Braunvieh, Schwarz-Bunt und Fleckvieh – die mit Stolz ihre Hörner tragen. Die Milch wird an die Biomolkerei Söbbeke geliefert. Seit 2014 wurde außerdem eine Direktvermarktung für demeter-Rindfleisch und seit 2015 eine Kuhpatenschafts-Aktion für die Bullenkälber ins Leben gerufen – beides mit sehr positiver Resonanz in den Medien und steigender Nachfrage. Dazu hat auch die Teilnahme von Petra Burgmer an der WDR Sendung Land und Lecker 2015 beigetragen.

Weitere Bereiche des Betriebes sind der Gemüsebau sowie Bauernhofpädagogik und eine Naturheilpraxis. Der Gemüsebau wird seit Mai 2017 von Malte Hövel betrieben, der auf ca. 3 ha eine große Vielfalt von Gemüsesorten anbaut. Er vermarktet bewusst in der Region, direkt im Hofladen und an die umliegenden Bioläden. Der Pädagogikbereich ist für Schulklassen, Kindergeburtstage sowie Kleingruppen ausgelegt, mit z.B. Kräuterführungen und Kuh-Safari. Die Naturheilpraxis bereichert den Hof für Mensch und Tier in Richtung Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Bewusstseinsarbeit.

Die erste Regionalwert-Beteiligung

Für Hardy Burgmer kam die Regionalwert AG Rheinland-Idee zur rechten Zeit: „Seit rund 250 Jahren wird der Breuner Hof von meiner Familie bewirtschaftet, in der neunten Generation hat sich aber kein Nachfolger gefunden“. Die langfristige Sicherung des vielfältigen bäuerlichen Bio-Betriebes war der Beweggrund andere Wege zu gehen. Zur Gründung der Regionalwert AG Rheinland wurde ein Anteil von 30 Prozent des Breuner Hofs als Sacheinlage eingebracht. Durch die Beteiligung der Bürger-Aktiengesellschaft wird der Bestand des Betriebes unterstützt und zu einem vielfältigen Demeterbetrieb mit organischem Kreislauf weiterentwickelt.


Bioland Lammertzhof in Kaarst

Heinrich Hannen und Petra Graute-Hannen vor dem Bioladen auf dem Lammertzhof

Auf dem Lammertzhof wollen die Inhaber Petra Graute-Hannen und Heinrich Hannen das umsetzen, was ihnen wichtig ist: Verantwortungsvoller Umgang mit Menschen, Natur, Tieren und Pflanzen. Für beide war damit das Berufsziel Bäuerin und Bauer in Verbindung mit ihren Werten nur durch ökologische Landwirtschaft umsetzbar. Deshalb entschieden sich beide 1989 den Gemüsebaubetrieb Lammertzhof auf Bioland umzustellen.

Und so werden auf dem Lammertzhof heute auf 45 Hektar Klee, 50 verschiedene Gemüse-Kulturen, Weizen und Kartoffeln angebaut. In den 4000 m² großen Gewächshäusern wachsen in der Sommerzeit Auberginen, Gurken und Tomaten und in der Winterzeit verschiedenste Salate und Kräuter. Außerdem gibt es über 160 Hochstammbäume der Arten Apfel, Birnen, Kirschen, Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Walnüsse. Es leben 350 Hühner und 10 Schafe in artgerechter Haltung, zwischen Hecken, zahlreichen Kleinbiotopen und unter den Streuobstbäumen. Verkauft werden die Früchte der Natur und Arbeit im großzügigen Hofmarkt, über die Ökokiste und an einige Biokollegen mit ähnlicher Betriebsstruktur.

Auf dem Hof arbeiten über 50 Menschen in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau, Hofmarkt und Ökokiste und versorgen dabei 3000 Haushalte pro Woche mit tollen Bio-Lebensmitteln.Bekannt ist der Lammertzhof auch für sein gesellschaftliches Engagement, er unterstützt Initativen wie die Bio-Region-NiederrheinGemeinwohlökonomie DüsseldorfArbeitsgemeinschaft bäuerliche LandwirtschaftBingenheimer SaatgutGentechnikfreie Region Rheinland, Düsselgrün und viele weitere mehr.


Naturkostgroßhandel BIO-Rhein-Maas in Kerken

Jan-Paul van Leendert in der Dirketvermarktung an seinem Marktstand

Seit 1997 steht der Naturkostgroßhandel BIO-Rhein -Maas von Peter und Jan-Paul van Leendert für kurze Wege und hochwertige Naturkost vom Niederrhein. Der Grundsatz hat sich seitdem nicht geändert: Naturkost ist für unsere Umwelt da, und das nicht nur in Hinsicht auf die Natur, sondern auch auf den Menschen. Regionale Kreisläufe und regionale Wertschöpfung stehen für den Betrieb daher an erster Stelle. Die Produkte kommen aus der Region Rhein-Maas/Niederrhein und sind auch für diese Region gedacht.

Peter van Leendert ist es seit jeher ein Anliegen, in einem partnerschaftlichen Netzwerk zu arbeiten, bei den regionalen Produzenten einzukaufen und die hochwertigen Waren frisch in die Läden der Region zu bringen. Schon bald wird sein Sohn Jan-Paul van Leendert den Betrieb übernehmen. Der gelernte Schreiner hat schon vor Jahren umgesattelt und bewirtschaftet mit seiner Familie einen Bioland Gemüsebaubetrieb van Leendert mit Direktvermarktung über Marktstände. Die Übergabe hat begonnen.

 


Demeter -Betrieb Haus Bollheim in Zülpich

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel, Ute Rönnebeck (Demeter NRW), die Geschäftsführer Arne Mehrens, Christian Reiske, Hans v. Hagenow und Olaf Seyd sowie der Bürgermeister Ulf Hürtgen bei der Auszeichnung zum UN Dekade Projekt Biologische Vielfalt.

Haus Bollheim, das ist Vielfalt in jeglicher Hinsicht. Auf 190 ha Land in der Zülpicher Börde finden jede Menge Kühe, noch mehr Hühner und etwa 70 Menschen einen Platz. Durch die Tierhaltung, den Acker- und Gemüsebau, in dem mehr als 50 Gemüsesorten, Kartoffeln, Getreide und etwas Obst und Beeren angebaut werden, ist ein vollständiger Hofkreislauf vorhanden. Eine Bäckerei und eine Käserei ergänzen das Angebot hochwertiger Lebensmittel des Hofes. Sie werden im großen Hofladen mit Café und in den Bioläden der nah gelegenen Städte vermarktet.

Die Betriebsflächen und Felder für Acker-, Wald- und Grünland wurden durch Hecken und Streuobst in die Landschaft eingebettet. Aufgrund der besonderes naturschutzgerechten Landschaftsgestaltung wurde Haus Bollheim kürzlich als UN-Dekade Projekt für biologische Vielfalt ausgezeichnet. Darüber hinaus bietet der Hof ein umfangreiches Erlebnisprogramm von Käsemachen über Kochen bis Streuobstwiesen-pflegen und bringt durch zahlreiche Hofführungen den Menschen die nachhaltigen Grundsätze des ökologischen Landbaus nahe.

Die vier Geschäftsführer Hans v. Hagenow, Arne Mehrens, Olaf Seyd und Christian Reiske entwickeln diese Vielfalt weiter. So engagieren sie sich beispielsweise in biologische Züchtung und züchten mit dem Bäcker Jürgen Zippel eigene Hof-Getreidesorten. Neben Weizen und Roggen werden auch die von Allergikern gesuchten Sorten Dinkel und das Urgetreide Emmer angebaut. Die Hühner werden in Mobilställen gehalten, eine besonders artgerechte Form der Haltung, da der Standort regelmäßig wechselt und frischen grünen Auslauf bietet. Mit Initiativen zu Bruderhahn und Zweinutzungshuhn wird eine Hühnerhaltung unterstützt, in der keine Tiere weggeworfen werden müssen.

Die rund 55 hörnertragende Rotbunten, eine alte Rasse, werden in einem Laufstall mit Weidegang auf Stroh gehalten, so produzieren sie neben Milch und Fleisch auch den für den Hofkreislauf notwendigen organischen Dünger für den Pflanzenbau. Denn „Nur wenn wir den Boden füttern, kann er die Pflanzen natürlich ernähren“. Die Fütterung erfolgt durch hofeigenes Futter, durch Weidegang und Kraftfutter aus eigenem Anbau und die Nachzucht entsteht durch Natursprung mit eigenem Bullen. Die Milch der Kühe wird komplett auf dem Hof verarbeitet, es werden mehr als 20 Käsesorten hergestellt, die aufgrund ihrer hohen Qualität regelmäßig ausgezeichnet wurden.


Biolandbetrieb Westerwälder Landschwein in Wissen

Volker Luckenbach und Waltraud Fazio mit ihren bunten Bentheimern

Rasse, Haltung und Fütterung – aber auch kurze Tiertransporte, ruhige Schlachtprozesse sowie optimierte Verarbeitung und Lagerung sind besonders wichtig. Die Schweine bleiben von der Geburt bis zum Ende der Mast auf dem Betrieb. Ein großzügiger Außenbereich für die Tiere, Volleinstreu, möglichst regionale Fütterung machen das Fleisch einzigartig.

Bunte Bentheimer Schweine mit Weidegang gibt es im Biolandbetrieb Westerwälder Landschwein in Wissen an der Sieg. Volker Luckenbach und Waltraud Fazio, Gastronomen des Cateringunternehmens Bon Goût, bieten ihren Gästen und Kunden nur beste Fleischqualität an. Daher haben sie es selbst “in die Hand genommen” und einen Zuchtbetrieb aufgebaut.

Rasse, Haltung und Fütterung – aber auch kurze Tiertransporte, ruhige Schlachtprozesse sowie optimierte Verarbeitung und Lagerung sind besonders wichtig. Die Schweine bleiben von der Geburt bis zum Ende der Mast auf dem Betrieb. Ein großzügiger Außenbereich für die Tiere, Volleinstreu, möglichst regionale Fütterung machen das Fleisch einzigartig.

 


Bio-Fleischerei Müller

Jörg Müller, mit Leidenschaft für gute Produkte aus handwerklicher Verarbeitung – bio und regional

Jörg Müller ist Händler in dritter Generation und engagierter Bio-Metzger in Leverkusen. Die Metzgerei ist in einen großen Bioladen integriert, alles was das Herz begehrt in hoher Bioqualität. Seit einigen Jahren ist die Fleischerei nach Biolandkriterien zertifiziert. Das Fleisch bezieht Jörg Müller so weit wie es geht aus der Region, ein Blockheizkraftwerk sorgt regenerativ für Energie.

Mit ihm verbindet uns das dringende Interesse die regionalen Verarbeitungsstrukturen zu erhalten. Und dabei stehen wir vor einem großen Problem: Regionale Fleisch-Erzeuger finden kaum noch Möglichkeiten zum Schlachten in ihrer Nähe. Die wenigen Betriebe, die nach der Reform der EU-Hygiene-Verordnung 2004 noch übrig geblieben sind, haben oft keinen Nachfolger. Kein Wunder, denn derzeit gibt es nur sieben (!) Auszubildende im Fleischerhandwerk in NRW, es werden also in der nächsten Zeit noch weitere Betriebe verloren gehen. Mit weitreichenden Folgen, denn dadurch müssen die Tiere weiter transportiert werden und i.d.R. über Nacht im Schlachthaus bleiben – das bedeutet mehr Angst und Stress bis zur Schlachtung und für Betriebe mit nur wenigen Tieren lohnt sich der Aufwand nicht mehr. Vielfältige Höfe brauchen regionale Schlacht-Möglichkeiten! Die Lösung: Wir arbeiten gemeinsam an einer Mobilen Metzgerei, die ein stressfreies Schlachten auf dem Hof ermöglicht. Bei Interesse bitte melden!


Edelkäserei Kalteiche GbR

Riccarda und Matthias Kühn, hier mit den Ziegen, die zwar umgezogen sind, ihre Milch wird in der Edelkäserei weiterhin verarbeitet

„Gemeinsam im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften“ ist das Motto von Matthias, Ricarda und Sarah Kühn. Sie verbindet die Leidenschaft zu Landwirtschaft und Käserei. Gemeinsam haben sie die Edelkäserei Kalteiche in Wilnsdorf im Siegerland aufgebaut und halten auf ihrem Hof 140 Schafe und 800 Hühner in drei Hühnermobilen. In der Edelkäserei wird die Milch der eigenen Schafe sowie Demeter-Ziegenmilch von einem nahgelegenen Betrieb zu hochwertigem Käse verarbeitet.

Viehhaltung und die hofeigene Verarbeitung der Milch ist eine Tradition des Siegerlandes. Die Familie Kühn führt diese Tradition weiter. Dabei ist ihnen artgerechte Tierhaltung und der Schutz biologischer Vielfalt besonders wichtig. Die Schafe weiden auf den saftigen Talwiesen unterhalb des Berges Kalteiche und die Lämmer bleiben mehrere Wochen nach der Geburt bei ihren Müttern. Hecken, Streuobst und Blühpflanzen wurden in der Hofgestaltung bewusst eingesetzt, um die biologische Vielfalt zu fördern. Der Betrieb wird mit einer Solarthermieanlage zu großen Teilen mit regenerativen Energien versorgt, eine Holzheizanlage soll zukünftig dafür sorgen, dass nur noch regenerative Energien eingesetzt werden.

Der Käse wird streng nach den Richtlinien von gleich zwei Verbänden, Demeter und Biokreis produziert. Der Betrieb verkauft die Demeterprodukte Käse, Eier und Lammfleisch im eigenen Hofladen sowie in Bioläden in Siegen, Köln, Bonn, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet. Sie sind in mehr als 60 Bio- und Hofläden zu haben.