Gemeinsam ermöglichen wir mit Bürgeraktien ökologische, regionale Lebensmittel von Hof und Acker der Bauern auf den Teller.

Das Regionalwert Partnernetzwerk

Der vielfältigen und ökologischen Landwirtschaft im Rheinland eine Zukunft geben – wir helfen dabei und bieten unternehmerische Beteiligungen, partnerschaftliche Beratung und Unterstützung durch ein regionales Netzwerk an. Darin vernetzen wir Erzeuger, Verarbeiter und Händler, damit hochwertige und gesunde Lebensmittel über kurze Wege zum Verbraucher finden. 

 

 

Unsere Partnerbetriebe

Breuner Hof (Beteiligung)

Edelkäserei Kalteiche (Beteiligung)

Lammertzhof

Naturkostgroßhandel van Leendert (BIO-Rhein-Maas)

Haus Bollheim

Moselschwein (ehemals Westerwälder Landschwein)

BioFleischerei Müller

Demeter Hanfer Hof

Bio-Region Niederrhein (36 Erzeuger)

Bio-Weingut Goswin Kranz

StadtLandGemüse (Beteiligung)

TEMMA Bioläden

BioHof Hubertusblick

Biohof Kapplermühle

Bio-Terrassen-Weingut Karl Weber

Obsthof Rönn

Birkenhof Siegerland

Ulmenhof Gbr

Brauerei Heller

                                                                                                                                                         Bioland Hüsgen

 

Besonders nachhaltig!

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 Demeter Breuner Hof in Lindlar

Petra und Hardy Burgmer vom Breuner Hof (Bild Marita Urfey)

Der biologisch-dynamisch wirtschaftende demeter Betrieb liegt im schönen Oberbergischen Land und wird von Hardy und Petra Burgmer in der 8. Generation betrieben. Da keines der eigenen Kinder den Hof übernehmen will, haben sie sich für eine ausserfamiläre Nachfolge zusammen mit der Regionalwert AG Rheinland entschieden.

Der Breuner Hof ist mit 17 ha Ackerland und 63 ha Grünland im Schwerpunkt ein Milchviehbetrieb. Die Herde besteht aus 70 Milchkühen mit Nachzucht von verschieden Rassen, darunter Braunvieh, Schwarz-Bunt und Fleckvieh – die mit Stolz ihre Hörner tragen. Die Milch wird an die Biomolkerei Söbbeke geliefert. Seit 2014 wurde eine Direktvermarktung für demeter-Rindfleisch und seit 2015 eine Kuhpatenschafts-Aktion für die männlichen Kälber ins Leben gerufen, dazu hat auch die Teilnahme von Petra Burgmer an der WDR Sendung Land und Lecker 2015 beigetragen.

Weitere Bereiche des Betriebes sind der Gemüsebau sowie Bauernhofpädagogik und eine Naturheilpraxis. Der Gemüsebau wird seit Mai 2017 von Malte Hövel betrieben, der auf ca. 3 ha eine große Vielfalt von Gemüsesorten anbaut. Er vermarktet bewusst in der Region, direkt im Hofladen und an die umliegenden Bioläden. Der Pädagogikbereich ist für Schulklassen, Kindergeburtstage sowie Kleingruppen ausgelegt, mit z.B. Kräuterführungen und Kuh-Safari. Die Naturheilpraxis bereichert den Hof für Mensch und Tier in Richtung Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Bewusstseinsarbeit.

Die erste Regionalwert-Beteiligung: Für Hardy Burgmer kam die Regionalwert AG Rheinland-Idee zur rechten Zeit: „Seit rund 250 Jahren wird der Breuner Hof von meiner Familie bewirtschaftet, in der neunten Generation hat sich aber kein Nachfolger gefunden“. Die langfristige Sicherung des vielfältigen bäuerlichen Bio-Betriebes war der Beweggrund andere Wege zu gehen. Zur Gründung der Regionalwert AG Rheinland wurde ein Anteil von 30 Prozent des Breuner Hofs als Sacheinlage eingebracht. Durch die Beteiligung der Bürger-Aktiengesellschaft wird der Bestand des Betriebes unterstützt und zu einem vielfältigen Demeterbetrieb mit organischem Kreislauf weiterentwickelt.


Bioland Lammertzhof in Kaarst

Heinrich Hannen und Petra Graute-Hannen vor dem Bioladen auf dem Lammertzhof

Auf dem Bioland Lammertzhof wollen die Inhaber Petra Graute-Hannen und Heinrich Hannen das umsetzen, was ihnen wichtig ist: Verantwortungsvoller Umgang mit Menschen, Natur, Tieren und Pflanzen. Für beide war damit das Berufsziel Bäuerin und Bauer in Verbindung mit ihren Werten nur durch ökologische Landwirtschaft umsetzbar. Deshalb entschieden sich beide 1989 den Gemüsebaubetrieb Lammertzhof auf Bioland umzustellen.

Und so werden auf dem Lammertzhof heute auf 45 Hektar Klee, 50 verschiedene Gemüse-Kulturen, Weizen und Kartoffeln angebaut. In den 4000 m² großen Gewächshäusern wachsen in der Sommerzeit Auberginen, Gurken und Tomaten und in der Winterzeit verschiedenste Salate und Kräuter. Außerdem gibt es über 160 Hochstammbäume der Arten Apfel, Birnen, Kirschen, Mirabellen, Pflaumen, Renekloden und Walnüsse. Es leben 350 Hühner und 10 Schafe in artgerechter Haltung, zwischen Hecken, zahlreichen Kleinbiotopen und unter den Streuobstbäumen. Verkauft werden die Früchte der Natur und Arbeit im großzügigen Hofmarkt, über die Ökokiste und an einige Biokollegen mit ähnlicher Betriebsstruktur.

Auf dem Hof arbeiten über 50 Menschen in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau, Hofmarkt und Ökokiste und versorgen dabei 3000 Haushalte pro Woche mit tollen Bio-Lebensmitteln. Bekannt ist der Lammertzhof auch für sein gesellschaftliches Engagement, er unterstützt Initiativen wie die Bio-Region-NiederrheinGemeinwohlökonomie DüsseldorfArbeitsgemeinschaft bäuerliche LandwirtschaftBingenheimer SaatgutGentechnikfreie Region Rheinland, Düsselgrün und viele weitere mehr.


Naturkostgroßhandel BIO-Rhein-Maas in Kerken

Jan-Paul van Leendert in der Dirketvermarktung an seinem Marktstand

Seit 1997 steht der Naturkostgroßhandel BIO-Rhein -Maas von Peter und Jan-Paul van Leendert für kurze Wege und hochwertige Naturkost vom Niederrhein. Der Grundsatz hat sich seitdem nicht geändert: Naturkost ist für unsere Umwelt da, und das nicht nur in Hinsicht auf die Natur, sondern auch auf den Menschen. Regionale Kreisläufe und regionale Wertschöpfung stehen für den Betrieb daher an erster Stelle. Die Produkte kommen aus der Region Rhein-Maas/Niederrhein und sind auch für diese Region gedacht.

Peter van Leendert ist es seit jeher ein Anliegen, in einem partnerschaftlichen Netzwerk zu arbeiten, bei den regionalen Produzenten einzukaufen und die hochwertigen Waren frisch in die Läden der Region zu bringen. Schon bald wird sein Sohn Jan-Paul van Leendert den Betrieb übernehmen. Der gelernte Schreiner hat schon vor Jahren umgesattelt und bewirtschaftet mit seiner Familie einen Bioland Gemüsebaubetrieb van Leendert mit Direktvermarktung über Marktstände. Die Übergabe hat begonnen.


Demeter Haus Bollheim in Zülpich

Die Betriebsleiter von Haus Bollheim v.l.n.r.: Arne Mehrens, Hans v. Hagenow, Christian Reiske, Olaf Seyd

Haus Bollheim, das ist Vielfalt in jeglicher Hinsicht. Auf 190 ha Land in der Zülpicher Börde finden jede Menge Kühe, noch mehr Hühner und etwa 70 Menschen einen Platz. Durch die Tierhaltung, den Acker- und Gemüsebau, in dem mehr als 50 Gemüsesorten, Kartoffeln, Getreide und etwas Obst und Beeren angebaut werden, ist ein vollständiger Hofkreislauf vorhanden. Eine Bäckerei und eine Käserei ergänzen das Angebot hochwertiger Lebensmittel des Hofes. Sie werden im großen Hofladen mit Café und in den Bioläden der nah gelegenen Städte vermarktet.

Die Betriebsflächen und Felder für Acker-, Wald- und Grünland wurden durch Hecken und Streuobst in die Landschaft eingebettet. Aufgrund der besonderes naturschutzgerechten Landschaftsgestaltung wurde Haus Bollheim kürzlich als UN-Dekade Projekt für biologische Vielfalt ausgezeichnet. Darüber hinaus bietet der Hof ein umfangreiches Erlebnisprogramm von Käsemachen über Kochen bis Streuobstwiesen-pflegen und bringt durch zahlreiche Hofführungen den Menschen die nachhaltigen Grundsätze des ökologischen Landbaus nahe.

Die vier Geschäftsführer Hans v. Hagenow, Arne Mehrens, Olaf Seyd und Christian Reiske entwickeln diese Vielfalt weiter. So engagieren sie sich beispielsweise in biologische Züchtung und züchten mit dem Bäcker Jürgen Zippel eigene Hof-Getreidesorten. Neben Weizen und Roggen werden auch die von Allergikern gesuchten Sorten Dinkel und das Urgetreide Emmer angebaut. Die Hühner werden in Mobilställen gehalten, eine besonders artgerechte Form der Haltung, da der Standort regelmäßig wechselt und frischen grünen Auslauf bietet. Mit Initiativen zu Bruderhahn und Zweinutzungshuhn wird eine Hühnerhaltung unterstützt, in der keine Tiere weggeworfen werden müssen.

Die rund 55 hörnertragende Rotbunten, eine alte Rasse, werden in einem Laufstall mit Weidegang auf Stroh gehalten, so produzieren sie neben Milch und Fleisch auch den für den Hofkreislauf notwendigen organischen Dünger für den Pflanzenbau. Denn „Nur wenn wir den Boden füttern, kann er die Pflanzen natürlich ernähren“. Die Fütterung erfolgt durch hofeigenes Futter, durch Weidegang und Kraftfutter aus eigenem Anbau und die Nachzucht entsteht durch Natursprung mit eigenem Bullen. Die Milch der Kühe wird komplett auf dem Hof verarbeitet, es werden mehr als 20 Käsesorten hergestellt, die aufgrund ihrer hohen Qualität regelmäßig ausgezeichnet wurden.


Moselschwein (ehemals Westerwälder Landschwein)

Volker Luckenbach und Waltraud Fazio mit ihren bunten Bentheimern

Bunte Bentheimer Schweine mit Weidegang und Familien-Haltung gibt es im Biolandbetrieb Westerwälder Landschwein in Wissen an der Sieg. Volker Luckenbach und Waltraud Fazio bieten ihren Gästen und Kunden nur beste Fleischqualität an, denn sie kommen selbst aus der Gastronomie. “Eigentlich haben wir wegen der schlechten Fleischqualität im Handel angefangen selbst Schweine zu halten. Dabei sind wir auf die Bunten Bentheimer gekommen. Die Tiere der bedrohte Rasse liefern zwar nicht so viel Masse wie herkömmliche Mastschweine, doch ihr Fleisch ist von bestem Geschmack und die Tiere sind in der Haltung robust.” So Volker Luckenbach. Sie haben es selbst “in die Hand genommen” und einen kleinen Zuchtbetrieb auf gepachteten Flächen von Bioland Gut Hagdorn aufgebaut.

Rasse, Haltung und Fütterung – aber auch kurze Tiertransporte, ruhige Schlachtprozesse sowie optimierte Verarbeitung und Lagerung sind besonders wichtig. Die Schweine bleiben von der Geburt bis zum Ende der Mast auf dem Betrieb. Ein großzügiger Außenbereich für die Tiere, Volleinstreu, möglichst regionale Fütterung machen das Fleisch einzigartig.


 Bio-Fleischerei Müller in Leverkusen

Jörg Müller, mit Leidenschaft für gute Produkte aus handwerklicher Verarbeitung – bio und regional

Jörg Müller ist Händler in dritter Generation und engagierter Bio-Metzger in Leverkusen. Die Metzgerei ist in einen großen Bioladen integriert. Seit einigen Jahren ist die Fleischerei zusätzlich nach Biolandkriterien zertifiziert. Das Fleisch bezieht Jörg Müller so weit wie es geht aus der Region, ein Blockheizkraftwerk sorgt regenerativ für Energie.

Mit ihm verbindet uns das Interesse die regionalen Verarbeitungsstrukturen zu erhalten. Und dabei stehen wir vor einem großen Problem: Regionale Fleisch-Erzeuger finden kaum noch Möglichkeiten zum Schlachten in ihrer Nähe. Die wenigen Betriebe, die nach der Reform der EU-Hygiene-Verordnung 2004 noch übrig geblieben sind, haben oft keinen Nachfolger. Kein Wunder, denn derzeit gibt es nur fünf (!) Auszubildende im Fleischerhandwerk in NRW, es werden also in der nächsten Zeit noch weitere Betriebe verloren gehen. Mit weitreichenden Folgen, denn dadurch müssen die Tiere weiter transportiert werden und i.d.R. über Nacht im Schlachthaus bleiben – das bedeutet mehr Angst und Stress bis zur Schlachtung und für Betriebe mit nur wenigen Tieren lohnt sich der Aufwand nicht mehr. Vielfältige Höfe brauchen regionale Schlacht-Möglichkeiten! Die Lösung: Wir arbeiten gemeinsam an einer Mobilen Metzgerei, die ein stressfreies Schlachten auf dem Hof ermöglicht.


Edelkäserei Kalteiche in Wilnsdorf

Riccarda und Matthias Kühn, hier mit den Ziegen, die zwar umgezogen sind, ihre Milch wird in der Edelkäserei weiterhin verarbeitet

„Gemeinsam im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften“ ist das Motto von Matthias, Ricarda und Sarah Kühn. Sie verbindet die Leidenschaft zu Landwirtschaft und Käserei. Gemeinsam haben sie die Edelkäserei Kalteiche in Wilnsdorf im Siegerland aufgebaut und halten auf ihrem Hof 140 Schafe und 800 Hühner in drei Hühnermobilen. In der Edelkäserei wird die Milch der eigenen Schafe sowie Demeter-Ziegenmilch von einem nahgelegenen Betrieb zu hochwertigem Käse verarbeitet.

Viehhaltung und die hofeigene Verarbeitung der Milch ist eine Tradition des Siegerlandes. Die Familie Kühn führt diese Tradition weiter. Dabei ist ihnen artgerechte Tierhaltung und der Schutz biologischer Vielfalt besonders wichtig. Die Schafe weiden auf den saftigen Talwiesen unterhalb des Berges Kalteiche und die Lämmer bleiben mehrere Wochen nach der Geburt bei ihren Müttern. Hecken, Streuobst und Blühpflanzen wurden in der Hofgestaltung bewusst eingesetzt, um die biologische Vielfalt zu fördern. Der Betrieb wird mit einer Solarthermieanlage zu großen Teilen mit regenerativen Energien versorgt, eine Holzheizanlage soll zukünftig dafür sorgen, dass nur noch regenerative Energien eingesetzt werden.

Der Käse wird streng nach den Richtlinien von gleich zwei Verbänden, Demeter und Biokreis produziert. Der Betrieb verkauft die Demeterprodukte Käse, Eier und Lammfleisch im eigenen Hofladen sowie in Bioläden in Siegen, Köln, Bonn, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet. Sie sind in mehr als 60 Bio- und Hofläden zu haben.


Demeter Hanfer Hof in Hennef

Bauer Bernd Schmitz mit seinen Töchtern im Melkstand

Der Demeter Betrieb Hanfer Hof liegt in der Nähe von Bonn am nördlichen Rand des Westerwaldes im Hanftal. In der Übergangslage zwischen der Kölner Bucht und der Westerwälder Höhenplatte bewirtschaften Bernd Schmitz und Natalie Fehling den Vollerwerbsbetrieb mit 75 ha mit ihren 3 Töchtern. Die Einkommensgrundlage bilden 48 HF-Kühe (Holstein-Friesian) und die gesamte weibliche Nachzucht. Seit Januar 2008 wird die Milch an die Upländer Bauernmolkerei verkauft und dort zu den leckeren Produkten verarbeitet.

Als weiteres Standbein hat sich der Betrieb im Bereich der Naturschutzpflege die Zusammenarbeit mit der biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis ausgebaut. Es werden Naturschutzflächen in FFH-Gebieten (Flora und Fauna Habitat) geschnitten und gepflegt oder auch beweidet. Im August 2011 wurde der Hof wurde mit dem Zertifikat “schwalbenfreundlicher Hof” des Nabu NRW ausgezeichnet. Jedes Jahr gibt es Studien- Praktikanten oder Schüler, die das mehrwöchige landwirtschaftliches Pflichtpraktikum ihrer Waldorfschule auf dem Hanfer Hof absolvieren. Außerdem wird auf dem Betrieb wird auch Gemüse angebaut, in einer Solidarischen Landwirtschaft werden Mitglieder versorgt, die sich für ein Jahr festlegen und eine Abokiste bezahlen. Die Ernte wird geteilt, ebenso das Risiko für einen Ernteausfall.

Bauer Bernd Schmitz ist agrarpolitisch als Vorstand des Landesverband NRW in der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) engagiert, einer Organisation die sich vor allem für Familienbetriebe sowie faire und regionale Vermarktungsstrukturen einsetzt. Außerdem werden etwa 2 ha Ackerland als Solidarische Landwirtschaft bewirtschaftet, ein weiteres wichtiges Kommunikationsfeld in Sachen Landwirtschaft auf dem Hanfer Hof. Regelmäßig werden Führungen für Schulklassen, Vereine und alle Interessierten angeboten, ein Rundgang durch Stall, Feld und Flur verschafft dem einen oder anderen neue Eindrücke von heutiger Landwirtschaft.


Bio-Weingut Goswin Kranz in Brauneberg / Mosel

 Das 1879 gegründete Weingut Goswin Kranz liegt im Herzen von Brauneberg an der Mittelmosel, nahe der Weinstadt Bernkastel-Kues.

Das Ziel von Betriebsleiter Sven Zerwas ist regionaltypische Bio-Spitzenweine mit einzigartigem Charakter zu erzeugen. Das Weingut mit ökologischem Weinanbau produziert hochwertige Weiß-, Rot- und Roséweine und ist durch Zertifizierung als Bioland-Weinbaubetrieb gelistet. Sven Zerwas legt großen Wert auf Naturschutz im Weinbau, dabei ist das biologische Wirtschaften mit viel Know-How verbunden. Untersaaten, Kräuterpflanzungen, Trockenmauern, Streuobst – sind einige der Maßnahmen für biologische Vielfalt.

Neben den klassischen Mosel-Rebsorten: Riesling, Weißburgunder, Rivaner und Spätburgunder aus Spitzenlagen in Brauneberg, Filzen und Wintrich. Kaum eine Mosel-Lage konnte schon in frühen Zeiten so viel internationale Ehre auf sich vereinen wie die „Brauneberger Juffer“ – sie gehört zur ganz kleinen Kategorie der außergewöhnlichen Weinlagen auf der Welt. Wein wuchs hier schon zu Römerzeiten auf dem „dulcis mons“, dem süßen Berg gegenüber. Eine Ferienwohnung lädt zum Kennenlernen ein!


Bioregion Niederrhein

v.l.n.r.: Dorle Gothe, Jan-Paul van Leendert, Harald Vienhues, Peter Zenz, Petra Graute-Hannen, Ludger Schreiber, Heinrich Hannen

Die Bioregion Niederrhein wurde 2012 gegründet um regionales Wirtschaften untereinander zu fördern. In einem Netzwerk von über 30 Mitgliedsbetrieben tauschen sich Erzeuger, Verarbeiter und Händler regelmäßig aus und vermarkten ihre Produkte gegenseitig. Die meisten Betriebsmitglieder sind sowohl Erzeuger als auch Vermarkter und alle Betriebe sind Mitglied in einem der biologischen Anbauverbände – Demeter, Bioland oder Naturland. Eine wichtige Voraussetzung für die Bio-Region, denn die Anbau- und Tierhaltungsrichtlinien sind in den Verbänden weitaus strenger als von der EG-Öko-Verordnung.

Im Vordergrund der Vereinsarbeit steht neben dem Erfahrungsaustausch und der Hilfestellung unter den Mitgliedern z.B. durch Verleih von Maschinen und Geräten insbesondere der Aufbau der Marke „Bio-Region“. Mit dieser Marke wollen sich die „Biobauern“ der Region Niederrhein gegenüber dem erhöhten Aufkommen an Bio-Waren im Angebot der Lebensmittelketten abgrenzen.

Die regionale Vermarktung der angebauten Produkte bringt viele Vorteile: Der Transportverkehr wird verringert und die erzeugten Produkte gelangen schneller und auch frischer zum Verbraucher. Die regionenspezifische Vielfalt wird gefördert, attraktive Landschaften werden erhalten oder gar neu geschaffen und die weitere Zerstörung fruchtbarer Böden durch Landschaftszersiedelung wird eingedämmt. Bäuerliche und mittelständige Strukturen werden gesichert und unsere einzigartige Kulturlandschaft kann zumindest teilweise erhalten bleiben. Die Transparenz von Herkunft und Erzeugung der Lebensmittel ist ein ebenfalls wichtiges Kriterium. So können die VerbraucherInnen bei uns erfahren, wo und unter welchen Bedingungen die Lebensmittel produziert werden. Auch die Wertschöpfung bleibt den bäuerlichen Betrieben erhalten, wenn diese einen Großteil ihrer Erzeugnisse direkt vermarkten.

Damit passen die Ziele der „Bioregion Niederrhein“ sehr gut zu denen der Regionalwert AG Rheinland. Wir sind sehr froh über die Kooperation und die Möglichkeit, uns zusammen für noch mehr regionale und biologische Lebensmittel und deren direkte Vermarktung in der Region einzusetzen.


Demeter StadtLandGemüse in Pulheim-Stommeln

Jochen Groß, Hof StadtLandGemüse

Der Hof StadtLandGemüse wurde 2017 neu gegründet und befindet sich in der dreijährigen Umstellung. Die Hofstelle und 14 ha Pachtland in Pulheim-Stommeln wurden von der Verpächterin für ökologische Bewirtschaftung zu günstigeren Konditionen angeboten. Jochen Groß ist Partnerbetrieb der Regionalwert AG mit einer Beteiligung geworden, denn “gerade in der Umstellungszeit ist eine finanzielle Beteiligung und auch das Netzwerk mit Betrieben in Handel und Verarbeitung sehr hilfreich.”

Die Investitionen in Geräte, Gebäude und Produktionsmittel fallen jetzt schon an, die Produkte können aber noch nicht als Bioware verkauft werden. Außer alle Produktionsmittel werden in Bioqualität zugekauft, wie Pflanzerde und samenfestes Saatgut – wie bei Jungpflanzen. Die Beteiligung der Regionalwert AG stärkt die Kapitalkraft des Betriebes und Maßnahmen umzusetzen, die sonst nicht möglich wären, wie z.B. ein Mähwerk für die Streuobstwiese kaufen oder einen zusätzlichen Folientunnel für Gemüse aufstellen.

Die Flächen werden in diesem Jahr noch mit Gründüngung eingesät, eine gute Vorbereitung des Bodens auf biologische Bewirtschaftung. Den Dünger für das Gemüse produzieren die Leguminosen in der Gründung durch die Bakterien in den Wurzeln selbst, sehr praktisch und gut für die Bodenfruchtbarkeit. Ab nächstem Jahr werden die ersten Flächen mit Gemüse bepflanzt. Samenfeste Jungpflanzen (in zugekaufter Bio-Erde) werden jetzt schon regelmäßig verkauft, z.B. in Köln auf den Ökomärkten an der Agneskirche und auf dem Severinkirchplatz. Zum Betrieb gehören außerdem eine große Streuobstwiese mit 30 verschiedenen Apfelsorten, eine gute Ergänzung zur Gärtnerei – denn so wird es auch möglich Tiere zu halten und den organischen Dünger für den Ackerbau selbst zu erzeugen.


TEMMA Bioläden in Köln

Inhaberin Christiane Speck im TEMMA Bioladen (Bildquelle: Temma- Webseite)

Christiane Speck ist seit Anfang 2018 stolze Besitzerin der beiden TEMMA Bioläden in Köln Braunsfeld und Bayenthal. Die zwei Bioläden wurden nach der bundesweiten Schließung der TEMMA Bioläden der Rewegroup verkauft und werden nun als inhabergeführte Bioläden weiter betrieben. Die modernen Bioläden bieten ein breites Sortiment an biologischen Lebensmitteln und dabei wird stark auf regionale Produkte geachtet. Beide Läden führen einen Deli, in dem es sowohl leckere Kleinigkeiten als auch vollwertige Mahlzeiten gibt. So finden sich Produkte unserer Partnerbetriebe Biogroßhandel Bio-Rhein-Maas und Bio-Region Niederrhein, Biofleischerei Müller, Haus Bollheim und der Edelkäserei Kalteiche in den Läden.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

 


BioHof Hubertusblick in Weinsheim

Vroni Froyen und Wouter Avermaete mit ihrem Sohn und einem Lamm (Bild Wouter Avermaete)

Wouter Avermaete und Vroni Froyen haben sich mit dem Kauf des Hofes Hubertusblick in Weinsheim nahe der belgischen Grenze einen Traum verwirklicht. Der insgesamt 25 Hektar große Betrieb liegt in der südlichen Eifel oberhalb des Dorfes Weinsheim und genießt einen fantastischen Ausblick auf die Berge und Täler der Umgebung.

Der Hof wurde bereits 30 Jahre als Bioland-Hof geführt, die Weiden befinden sich direkt am Haus, ideal für den Aufbau eines Milchschafsbetriebes. Die Renovierungsarbeiten sind erheblich, eine Käserei und zwei Ferienwohnungen waren auch noch geplant. Ein Glücksfall, dass sie die Käserei gar nicht mehr bauen müssen – durch das Regionalwert-Netzwerk hat sich eine tolle Kooperation mit Haus Bollheim entwickelt. So können sie sich ganz auf die Produktion von Milch und den Ausbau ihres Hofes kümmern. Dabei erfolgt die Haltung der Tiere sehr artgerecht, die Lämmer bleiben bei ihren Müttern und werden nicht wie es häufig der Fall ist mit Kuhmilch großgezogen.


Biohof Kapplermühle in Bad Berleburg

Christian und Nicole Schenkel mit ihren Hühnern (Bild Webseite Kapplermühle)

Christian und Nicole Schenkel mit ihren drei Kindern haben nach und nach auf dem Biohof Kapplermühle einen vielseitigen Biohof mit Metzgerei aufgebaut. Mit den Rindern hat 2002 alles angefangen. Nach und nach sind Hühner, Eier, Hähnchen und Gänse dazu gekommen. Sie alle wachsen „glücklich“ und artgerecht nach den Richtlinien des „Biokreis-Verbandes“ auf. Auch das Federvieh grast auf den grünen Weiden rings um das Bauernhaus, ein Bild fast wie aus alten Zeiten. Seit vielen Generationen ist die ehemalige Mühle am Kapplerbach in unserem Familienbesitz.

Neu dazugekommen ist eine eigene Hofschlachterei. Von der Bratwurst bis zum marinierten Steak, von der Salami bis zur Fleischwurst, vom Geflügelaufschnitt bis zum Hühner-Frikassee nach hauseigenem Rezept –Metzger Michael Schmidt verwendet ausschließlich Zutaten, die der bio-Norm entsprechen. Er betriebt eine der wenigen Metzgereien in Deutschland, die ihr Fleisch „schlachtwarm“ zerlegt und verarbeitet. Nur im schlachtfrischen Fleisch, das unmittelbar verarbeitet wird, bleibt das natürliche tierische Phosphat erhalten und macht Chemie überflüssig, garantiert ohne Phosphate und künstliche Geschmacksverstärker.


Bio-Terrassen-Weingut Karl Weber in Lehmen

Uwe Weber auf der Terrasse im Weinberg an der Mosel

Das Bio-Terrassen-Weingut Karl Weber befindet sich in Lehmen, am Unterlauf der Mosel, etwa 20 km flussaufwärts von Koblenz. Schon zur Zeit des römischen Dichters Ausonius (310-393) gab es hier Weinberge. Auch in Familie Weber hat der Weinbau eine lange Tradition und lässt sich bis zum Anfang des 17. Jh zurückverfolgen. Die Weinberge liegen überwiegend in den Lehmener Lagen „Würzlay“, „Klosterberg“ und „Lay“ , daneben noch im „Lehmener Ausoniusstein“ und in den „Niederfeller Fächern“. 

Die Rebflächen reichen von der Talsohle bei 70 m NN bis zu einer Höhe von 160 m NN, die Steigung beträgt bis zu 70 %. Dies ist sogar an der Mosel eine Besonderheit, denn der Anteil dieser Lagen ist an der Mosel unter 5 % ( 400 von 8700 ha) gesunken, in Deutschland sogar unter 1 %. Hier ist der Einsatz von Maschinen kaum möglich. Durch die notwendige Handarbeit ist der Arbeitsaufwand etwa drei- bis viermal höher als in Flachlagen. Nur noch wenige Weine werden unter so schwierigen Bedingungen erzeugt. Durch die Trockenmauern wird eine hohe Artenvielfalt gefördert. Gedüngt wird nur mit Mulch, es wird kein Dünger zugekauft.


Obsthof Rönn in Meckenheim

Michael und Monika Rönn mit ihren Kindern auf dem Hof

Auf dem Obsthof Rönn, führen Monika und Michael Rönn, gemeinsam mit ihren Kindern, einen Bio-Obsthof in Meckenheim-Ersdorf (Eifel), ca. 20 km westlich von Bonn. Der Familienbetrieb ist über mehrere Generationen gewachsen. Mit viel Leidenschaft und Mut für Neues wird daran gearbeitet das landwirtschaftliche Konzept immer wieder weiterzuentwickeln.

Das Hauptaugenmerk liegt auf einem nachhaltigen und ökologischen Anbau von Obst, dabei sind sie davon überzeugt, dass es heutzutage essentiell ist, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Die wichtigsten Leitlinien für den Hof dabei sind: Naturschutz und gelebtes Umweltbewusstsein, Förderung der Artenvielfalt heimischer Tiere und Pflanzen, sowie die Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Hier werden Blühstreifen-Patenschaften und Apfelbaum-Patenschaften angeboten. Ebenso sichtig wie Naturschutz wird auch ein fairer Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und anderen Geschäftspartner gesehen. 2019 wurde zudem das Projekt einer Obst SoLaWi im Rheinland gestartet.


Birkenhof im Siegerland

Die Betriebsgemeinschaft des Birkenhofs aus drei Familien v.l.n.r. Frauke und Eckard Jungclaussen, Christiane Ringler-Jahn, Moritz Jahn, Florian Jahn und Lisa Maschlanka mit Kindern

Der vielseitige Betrieb des biologisch-dynamischen Birkenhofes liegt malerisch im Siegerland. Milchkühe, Rinder, Schweine und Hühner teilen sich die Weiden mit auch Esel, Ziegen und Schafen. Es werden ca. 100 ha landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet. Ein Großteil davon dient als Wiesen und Weiden für die Tiere. Das Herz der Landwirtschaft bilden 30 rotbunte Milchkühe, ein Zuchtbulle sowie die Nachzucht. Alle Kühe tragen Hörner und haben Namen und verbringen den Sommer fast vollständig auf den saftigen Weiden des Hofs. Zudem mästet der Hof ca. 35 Schweine pro Jahr, welche sich auf den Weiden mit viel Bewegung „sauwohl fühlen“. Außerdem gibt es ein Hühnermobil mit Hühnern der Zweinutzungs-Misch-Rasse White Rock – Bresse Gauloise, die sowohl eine zufriedenstellende Legeleistung als auch guten Fleischansatz haben. Viele der Grünlandflächen werden extensiv und einige im Vertragsnaturschutz bewirtschaftet. Im Acker- und Gemüsebau wird auf eine weite Fruchtfolge und große Vielfalt geachtet. Neben Kartoffeln werden in der Gärtnerei eine Vielzahl an Gemüsesorten angebaut. Hierbei wird Wert auf samenfeste Sorten gelegt und der Boden ausschließlich mit hofeigenem Dünger, Kompost und Mulch versorgt. In der eigenen Molkerei und Bäckerei werden Milch und Getreide direkt auf dem Hof verarbeitet.

Ein großer Bioladen- bald mit erweitertem Café, Lieferkisten nach Siegen und Umgebung und das Projekt Generationen-Wohnen mit Altenteil und bald Kindergarten sind sozioökonomische Leistungen die den Betrieb ganz besonders auszeichnen. Vielfalt wird jedoch nicht nur in der Landwirtschaft gelebt. Der „Alter(s)garten“ ist ein Wohnprojekt auf dem Birkenhof, in dem Menschen im Ruhestand wohnen und sich nach eigenem Ermessen bei der Arbeit auf dem Birkenhof einbringen können. Auf dem Hof gibt es außerdem Lernangebote für Kinder in der Bäckerei und Molkerei sowie viele weitere verschiedene Veranstaltungen, Hoffeste sowie Hofführungen.


Ulmenhof – Bauernkäserei in der Eifel

Michael und Anna-Maria Kneißel vor dem Hühnermobil (Foto von der Webseite Ulmenhof)

Der in einem idyllischen Seitental der Vulkaneifel gelegenen Ulmenhof wird von den Familien Frangen und Kneißl nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet.

Im Mittelpunkt stehen die 35 Angler Rotviehkühe und 90 Milchziegen, die Milch für die eigene Hofkäserei liefern. Die Weiderindermast, eine Schweinemast und die Hühnerhaltung in vier mobilen Ställen erweitern die Vielfalt in der Viehhaltung und bereichern das Angebot, der auf dem Hof selbsterzeugten Produkte. Hinzu kommen seltene Getreide- und Kartoffelsorten.

Alle Tiere werden während der Wintermonate in einem modernen Außen-Klima-Stall gehalten. Dies ermöglicht auch während der Stallperiode im Winter viel Bewegung in frischer Luft. Von April bis November sind sie täglich auf den umliegenden Weiden. Die biologisch- organische Wirtschaftsweise fördert die Erzeugung eines hochwertigen kräuterreichen und aromatischen Futters. Dies spiegelt sich in Geschmack und Qualität der Käsesorten wider.

Kuh- und Ziegenmilch werden in der eigenen Bauernkäserei täglich frisch verarbeitet. Alle Käsesorten werden ohne Konservierungsstoffe, oder andere Zusatzstoffe hergestellt. Der eigene Hofladen mit gemütliche Kaminecke, sowie eine Sonnenterrasse laden das ganze Jahr über zum Verweilen ein.


Brauerei Heller in Köln

Steffen Potratz-Heller auf der Bio-Gastro Messe in Bonn (Foto: Astrid Piethan)

Schon seit 1991 braut die Brauerei Heller im „Kwartier Latäng“ mitten in Köln Biere in Bio-Qualität. Die Bierkessel in den Kellern der Brauerei sind beeindruckend. Mittlerweile hat die Brauerei, die von Anna Heller und Steffen Potratz-Heller gemeinsam geleitet wird, acht verschiede Sorten Bier im Programm. Angefangen beim Klassiker Kölsch, über das naturtrübe Wiess bis hin zum Altbier. Dazu kommen in jedem Jahr Sonderbiere in kleiner Auflage. Diese Sortenvielfalt ist ein besonderes Markenzeichen der Brauerei, aber natürlich auch die Bio-Zertifizierung. Mit knapp 4.200 Hektolitern Ausstoß im Jahr, zählt die Brauerei zu den kleineren in Köln.
Durch die hohe Qualität der Rohstoffe hat die Brauerei Heller nicht nur hochwertige Produkte im Angebot, und trägt mit dem Einkauf von Bioware zur Nachhaltigkeit im Ackerbau bei. Gerne würde sie auch regionale Bio-Ware verwenden, doch die ist nur schwer zu bekommen. „Als Brauerei haben wir es uns zur Aufgabe gemacht nachhaltig zu arbeiten. So kooperieren wir beispielsweise mit unserem Partner Naturstrom und versuchen alle Arbeitsprozesse in der Brauerei so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten“, erklärt Anna Heller. „Das ist ein stetiger Prozess, der uns sehr wichtig ist.“
Auch in Zukunft will sich das Unternehmen nachhaltig aufstellen und die Arbeit sowie die Produkte, die hergestellt werden, möglichst umweltbewusst gestalten.


Bioland Hüsgen

Das Team der Gemüsegärtnerei von Till Hüsgen (links)

In den 1960er Jahren als Nebenerwerbsbetrieb gestartet, produziert der Familienbetrieb Bioland Hüsgen seit 1979 als ältester Bio-Betrieb im Rheinland professionell Gemüse und Obst. Vor fast 20 Jahren wurde hier die Lieferkiste eingeführt, um das eigene, frische Gemüse, Salate, Kräuter und Obst direkt nach der Ernte auf dem schnellsten Weg durch zum Kunden zu bringen. Damals als Exot, heute voll im Trend. Die Ziele, die Familie Hüsgen damals verfolgte sind heute aktueller denn je: hochwertige Bioprodukte effizient und umweltschonend auf kurzen Wegen zum Kunden zu bringen, ob nach Hause oder auf den Arbeitsplatz. Die Produkte sind selbstverständlich ausschließlich biologisch angebaut und vorrangig aus regionalen Betrieben mit überschaubaren Betriebsstrukturen.

In der Gärtnerei werden von Aubergine bis Zucchini ca. 50 verschiedene Kulturen auf den Sieghöhen zwischen Merten und Stadt Blankenberg angebaut. 9 Hektar Freiland und 2500qm Treibhausfläche werden nach Richtlinien des Bioland-Verbandes bewirtschaftet. Bio heißt bei hier nicht nur Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel und chemische Pflanzenschutzmittel. Hüsgens verzichten zusätzlich weitgehend auf Hybridsaatgut, lehnen natürlich Gentechnik ab und unterstützen biologisch arbeitende Saatgutfirmen und Initiativen, um robuste und standortangepasste Pflanzen anzubauen. Die Pflege und der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, Anreicherung von Humus und ein intaktes Bodenleben ist das Ziel. Leben und arbeiten mit der Natur, jungen Menschen den Beruf des Biogärtners nahebringen und auch in Veredelung und Handel auf Prinzipien der Nachhaltigkeit bauen – ist bei hier Teil der Firmenphilosophie.