Gemeinsam ermöglichen wir mit Bürgeraktien ökologische, regionale Lebensmittel von Hof und Acker der Bauern auf den Teller.

Klimawandel in der Landwirtschaft – geht uns alle an!

Dürre, Hagel und Frost – die Landwirtschaft steht vor Herausforderungen, man wird sich auf zunehmende Extremwetterereignisse einstellen müssen.

Im Obstanbau wird das besonders schwer. Allein bei der Sortenauswahl wissen auch oft die Experten keinen Rat. Am besten viele verschiedene Sorten, so wird das Risiko gestreut. Hagelnetze und Beregnungsanlagen helfen, doch die muss man erstmal bezahlen können. Die Aktionär*innen der Regionalwert AG helfen dabei, zum Beispiel bei Michael und Monika Rönn von Partnerbetrieb Obsthof Rönn.

Die Trockenheit der letzten beiden Jahre war auch in der Tierhaltung, dem Gemüse- und dem Ackerbau eine Herausforderung. “Im letzten Jahr standen wir mehrfach vor der Frage, ob sich das Beregnen im Gemüse eigentlich noch lohnt”, so Hans von Hagenow vom Haus Bollheim.

Laut dem Bericht der Bundesregierung haben wir in Deutschland die Erwärmung um 1,5 Grad schon erreicht, die Schäden der vertrockneten Wälder und Böden werden erst nach und nach sichtbar.

Zeit zu Handeln, das empfiehlt das Bundeslandwirtschaftsministerium:

  • Senkung der Stickstoffüberschüsse
  • Energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern
  • Ausbau des Ökolandbaus
  • Emissionsminderungen in der Tierhaltung
  • Erhöhung der Energieeffizienz
  • Humuserhalt und Humusaufbau im Ackerland
  • Erhalt von Dauergrünland
  • Schutz von Moorböden/Reduktion von Torfeinsatz in Kultursubstraten
  • Erhalt und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und Holzverwendung
  • Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Damit sind wir einverstanden!

Der Beschluss 1 Milliarde Euro für die Anpassung zur Verfügung zu stellen hört sich sehr großzügig an, rechnet man es auf die 251.000 landwirtschaftlichen Betriebe (ab 5 ha) herunter wären es 3.984 Euro pro Betrieb. Dabei sind von diesem Geld vor allem Maßnahmen zur Messung geplant. Der Titel “Bauernmilliarde” ist daher nicht angebracht.

Die Regeln müssen geändert werden, so dass Landwirte ein faires Gehalt bekommen und Umwelt, Tier und Mensch geschützt werden. Wenn die Rahmenbedingungen nicht geändert werden, helfen auch vermeintlich gut gemeinte kleine Geldgeschenke nichts. Auch Märkte öffnen (Mecusur Abkommen) und hohe Auflagen für die heimische Landwirtschaft festlegen, das passt nicht zusammen.