Gemeinsam ermöglichen wir mit Bürgeraktien ökologische, regionale Lebensmittel von Hof und Acker der Bauern auf den Teller.

UNSERE BETEILIGUNGEN

Durch finanzielle Beteiligungen und Kooperationen in dem Regionalwert-Partnernetzwerk fördern wir regionale, nachhaltige Wertschöpfungsketten. Seit der Gründung in 2016 sind wir bereits 16 Beteiligungen eingegangen, insgesamt wurden bereits 2,4 Mio. Euro investiert.

Die Beteiligungen der Regionalwert AG wirken wie Eigenkapital, dadurch vermindert sich das einzelbetriebliche Risiko und verbessert sich die Liquidität. Durch das Partnernetzwerk sind Kooperationen in Logistik, Vertrieb und Investitionen möglich, der regelmäßige Austausch hilft außerdem, auf dem Laufenden zu bleiben.

Die Verbraucher profitieren von den Kooperationen und bekommen die guten, schmackhaften und regional-ökologische Produkte an immer mehr Stellen konzentriert, durch den vermehrten Austausch der Produkte bei den Partnern.

Das sind unsere aktuellen Beteiligungen, besonders engagiert für Mensch, Tier und Umwelt:

1. Breuner Hof

Demeter Breuner Hof – Unsere erste Beteiligung, die gleich zur Gründung der Regionalwert AG eingebracht wurde. Für eine gesicherte (Bio-)Hofnachfolge hat Albrecht Burgmer einen Teil des Hofes in die Regionalwert AG eingebracht und im gleichen Wert Aktien erhalten. Nun kann er die Aktien auch nutzen, um z.B. durch den Verkauf von Aktien sein Altenteil aufzubauen, ohne dem Hof zu schaden. Seit 2020 bewirtschaftet nun Familie Althoff (s. Foto) den Breuner Hof und kann sich Dank der Beteiligung eine eigene Zukunft aufbauen.

2. Regionalwert Beteiligung GmbH & Co. KG

Mit der Regionalwert AG Rheinland gehen wir überwiegend Mehrheitsbeteiligungen ein, für kleinere Beteiligungen haben wir die Regionalwert Beteiligung GmbH & Co. KG gegründet. Mit der KG ist es möglich für Projekte auch zwischen den Kapitalerhöhungen kurzfristig weiteres Kapital einzuwerben. Bisher haben wir noch nicht davon Gebrauch gemacht, da wir uns entschlodden haben. jedes Jahr eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Die Gesellschaft ist 100%tige Tochter der Regionalwert AG Rheinland.

3. Edelkäserei Kalteiche

Demeter Edelkäserei Kalteiche – ungünstige Kredite und ein notwendiger Hausbau haben zu Engpässen in der Liquidität geführt, durch die Beteiligung der Regionalwert AG konnte zusätzlich in regenerative Energie (Holzofen) und die regionale Vermarktung (ein Marktwagen, der auch für Produkte von weiteren Partnern aus dem Siegerland genutzt wird) investiert werden.

4. StadtLandGemüse

Demeter StadtLandGemüse – Existenzgründer Jochen Groß hatte das Glück, durch eine wohlwollende Verpächterin an gutes Land in Stommeln zu kommen. Die Beteiligung der Regionalwert AG hat geholfen, den Betrieb schneller aufbauen zu können. Dadurch waren Investitionen in einen Folientunnel, den Hofladen in Köln und in Maschinen viel früher möglich, und damit auch mehr Umsatz.

5. Birkenhof

Demeter Birkenhof – der vielseitige Pionierbetrieb im Siegerland mit Hofladen, Lieferkisten und einem Wohnprojekt für ältere Menschen (Altersgarten), will noch mehr Miteinander auf dem Hof fördern. Der Hofladen wurde um ein Café, einen Veranstaltungsraum und einen Kindergarten erweitert. Nicht nur ein ökologisch-regionalwirtschaftliches Projekt, auch sozial vorbildlich – die Regionalwert AG hat dazu einen notwendigen kleinen Teil beisteuern können.

6. Obsthof Rönn

Bioland Obstbau Rönn – der Familienbetrieb hatte drei schwere Erntejahre hinter sich: Dürre, Hagel, Frost. Und die Extremwetterereignisse, besonders schädlich im Obstbau, werden uns zukünftig häufiger treffen. Es musste also dringend investiert werden. Mit der Beteiligung der Regionalwert AG wurden Investitionen in Hagelnetzte, Beregnung und Frostschutz möglich.

7. Biomolkerei Schauhof

Bioland Schauhof – der Schauhof in Willich wird seit mehr als sieben Generationen bewirtschaftet. Der Schwerpunkt des Betriebs ist die Milchviehhaltung mit Doppelnutzungskühen der Rasse Rotbuntes Höhenvieh. Diese robusten Kühe geben weniger aber geschmackvollere Milch und setzen mehr Fleisch an. Hühner, Honig von eigenen Bienen und Kartoffeln runden die Produktvielfalt ab. Um die Milch besser zu vermarkten hat sich Petra Zenz in Milchverarbeitung ausbilden lassen und die Bio-Molkerei Schauhof, gemeinsam mit uns gegründet. Die Milch gibt es vertrieben über Regionalwert Partner Bio-Rhein Maas – Jan-Paul van Leendert in allen gutsortierten Hof- und Bioläden am Niederrhein.

8. Himmel un Ääd – die regionale Lieferkiste für Köln und Bonn

Himmel un Ääd – die Regionale Lieferkiste – Die sechs ehemaligen Alanus Studierenden haben während der Corona Pandemie in kürzester Zeit das Unternehmen auf die Beine gestellt. Mit Kreativität, Einsatz und viel Know-How wurden Packstationen eingerichtet, Lieferbeziehungen aufgebaut (z.B. mit dem Netzwerk der Regionalwert-Partner), Produkte gelistet und ein Webshop mit Abrechnungssystem “gebaut”. Wir sind beeindruckt, wie schnell ein Unternehmen an den Start gehen kann. Eine Kiste, die die Region durch regional-saisonalen, ökologischen Einkauf nach und nach verändert. Dienstags bestellt, freitags geliefert www.himmel-un-aad.de. Für den Aufbau einer neuen Sparte, der Radlogistik in Köln und Bonn, haben wir unsere Beteiligung aufgestockt und haben ein Gesellschafter-Darlehen abgeschlossen. Wir sind gespannt auf den nächsten Wachstumsschritt!

9. Regionalwert Impuls GmbH

Regionalwert Impuls GmbH – das Bundesweite Dach der Regionalwert AGs – Die Regionalwert-Impuls GmbH wurde als Dachorganisation der Regionalwert AGs gegründet. Ziel ist die bundesweite Vertretung und Entwicklung der Regionalwert-Bewegung, gemeinsam mit Christian Hiß. Die Bewegung ist nominiert für den Neumarkter Lammsbräu Nachhaltigkeitspreis. Geschäftsführer Stefan Gothe (unser Aufsichtsrat-Vorsitzender) organisiert den regelmäßigen Austausch, coacht und begleitet neue Regionalwert Gründungen (da tut sich einiges) und verwaltet zukünftig die Regionalwert-Markenrechte. Neben den AGs ist auch Christian Hiß, Gründer der Regionalwert-Idee und Vorstand der 1. Regionalwert AG in Freiburg, Gesellschafter der Regionalwert-Impuls GmbH. Er forscht intensiv zur Nachhaltigkeitsberichterstattung bzw. zur Bilanzierung von gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft.

10. Hellmese Hof – Bürger machen Landwirtschaft

Demeter Hellmese Hof – Bürger machen Landwirtschaft auf dem Hellmese Hof – das innovative Nachfolgeprojekt auf dem Hellmese Hof in Stommeln durften wir von Anfang an begleiten. Die Idee: Ein ganzes Dorf für die Nachfolge eines Hofes zu begeistern, das finden wir großartig und zukunftsweisend. Tanja Schlote und Reinhard Kamp haben 2019 an unserem ZEBRAC Start-up Accelerator teilgenommen, den wir mit dem Rotonda Business Club Köln durchgeführt haben. 2020 haben sie bereits das erste Planungsjahr übersprungen – eine Solawi mit bis zu 175 Anteilen (Mitglieder hauptsächlich aus der direkten Umgebung) ist entstanden und erste Ideen für eine Trägergesellschaft des Hofes zeichnen sich ab. Im Herbst 2021 hat der plötzliche Tod von Landwirt und Hofeigentümer Reinhard Kamp das Gemeinschaftsprojekt dringlicher denn je gemacht. In einem gemeinsamen Prozess, der von der Regionalwert AG begleitet wird, geht es nun darum Reinhard’s Vermächtnis weiterzuführen und den Hellmese Hof lebendig zu halten. Ein eindrucksvolles Video – zu diesem Zeitpunkt war das Projekt noch im Ideenstaus – gibt es auf unser Webseite, hier entlang.

11. Regionalwert Stiftung Geblerhof

Die ehemalige Demeter-Gärtnerei von Fried und Gundula Gebler in Wegberg mit etwa 1 ha Land war eine Institution in der Region. nachdem der Hof einige zeit leer stand, mit dem gesamten Inventar einer Gärtnerei, hat sich die Regionalwert AG dazu entschlossen eine Stiftung zu gründen und das Gelände zu kaufen, um es für den Erhalt der ökologischen Landwirtschaft zu sichern. Die Suche nach Pächtern, die den Betrieb nach eigenen Vorstellungen wieder aufleben lassen, läuft.

12. Haus Bollheim

Haus Bollheim – Ein Stallbau ist ein riesiges Projekt für jeden tierhaltenden Betrieb und immer auch etwas ungewiss, ob er sich wirklich lohnt. Denn gerade in der Milchviehhaltung ist der Landwirt den Molkereien ausgeliefert, er erfährt in der Regel erst lange nach dem Liefern, was er tatsächlich für die Milch bekommt. Aber nicht so auf Bollheim – denn hier wird die Milch in Form von Käse vermarktet. Und zwar ausschließlich im eigenen Hofladen oder befreundeten Unternehmen im nahe gelegenen Köln und Bonn. Dennoch: Das gesamte Projekt wird über 3 Mio. Euro kosten, das ist aber notwendig, da der alte Stall renoviert und die Käserei erweitert werden muss. Zuvor muss noch eine Mistplatte gebaut werden, allein diese wird über 300.000 Euro kosten. Mist wird hier kompostiert, was besonders nachhaltig ist, denn er dient auf den hiesigen Flächen der Bodenfruchtbarkeit. 

13. Lenis Marktstand

Leni´s Bio – Kathleen und Ahmed Kiwan betreiben den einzigen Bio-Marktstand auf dem täglichen Bonner Markt und schon seit 2017 und haben sie enge Beziehungen zu den Biobetrieben in der lokalen Umgebung aufgebaut. Das passt wunderbar zu unserem Partnernetzwerk – auch die Belieferung von Haushalten, Kitas und Büros mit Obstkörben und evtl. auch bald der Gemeinschaftsgastronomie in Projekten des AK Bio in Bonn bietet viele Kooperationspotentiale. 

14. Monschauer Bauernmolkerei

Biokreis Monschauer Bauernmolkerei – Milch wie früher ist das Motto der Familie Thomas aus der Eifel. Die Frischmilch ist von echten Monschauer Bio-Kühen und absolut naturbelassen, d.h. sie wird nur pasteurisiert, also keimfrei gemacht – sonst nichts. Nach einigen turbulenten Jahren konnten wir mit unserer Beteiligung für etwas Ruhe sorgen. Nun kann sich Familie Thomas auf die Produktion der köstlichen frischen Milchprodukte konzentrieren. Eine vielfältige Produktpalette ist das Markenzeichen der Molkerei: Milch, Quark, Frischkäse, Joghurts, Butter, Milchreis, Pudding & Co werden ebenfalls von Hand zubereitet und in Pfandgläsern mehrmals die Woche an regionale Partner-Märkte und achtzehn Marktschwärmereien in der Region geliefert. Weitere Produkte und Kooperationen sind in Planung.

15. Vollmobile Schlachtung Rheinland GmbH

Eine Beteiligung an dem Vollmobilen Schlachtanhänger mit Biometzgerei Jörg Müller in Leverkusen schließt bald eine wichtige Lücke in der Wertschöpfungskette. Viele Betriebe wissen nicht, wo sie schlachten können, da Städte wie Gummersbach, Köln, Bonn und Düsseldorf die Schlachthöfe ohne Alternative geschlossen haben. Am Besten für die Tiere ist es, nicht verladen zu werden und auf dem Hof zu bleiben. Das ist mit der Anlage von Sebastian Pick aus dem Chiemgau möglich, die Anlage ist in Arbeit.

16. Gut Kremershof

Gut Kremershof / Hofkollektiv

Thorsten und Rahel Kremershof haben 2020 entschieden, die Milchviehhaltung als typische Grünlandbewirtschaftung im Bergischen Land aufzugeben, denn es lohnte sich einfach nicht mehr. Trotz 24/7 Einsatz im Job kam nicht genug zum Leben bei den beiden an. Sie suchten Mitstreiter:innen, um den Hof komplett neu zu denken – und 1 Jahr später wurde die hofeigene SoLaWi als Genossenschaft gegründet. Gemeinsam mit vielen innovativen Denker:innen aus vielfältigen Bereichen entwickeln sie nun ein komplett neues Hofkonzept: Raus aus der Milch, rein in die Vielfalt. Wie kann Grünlandbewirtschaftung zukunftsfähig werden? Durch unsere Beteiligung wird nun die Landwirtschaft mit Hühner- und Mutterkuhhaltung neu aufgebaut. Dabei orientiert sich das Team an Methoden der regenerativen Landwirtschaft: Ein Agroforstsystem und ganzheitliches Weidemanagement sorgt für eine enkeltaugliche Grünlandwirtschaft – Humusaufbau und Verschattung gegen Dürre und Überschwemmungen. Nicht nur die Vermarktungsmöglichkeiten über die SoLaWi mit 200 Anteilen können für den Vertrieb von Eiern, Bruderhähnen, Suppenhühnern und Rindfleisch genutzt werden, sondern auch direkte Kooperationen mit Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sind in Planung.

Weitere Beteiligungsprojekte sind in Arbeit!