Gemeinsam ermöglichen wir mit Bürgeraktien ökologische, regionale Lebensmittel von Hof und Acker der Bauern auf den Teller.

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Weltbodentag auf Bollheim

5. Dezember 15:00 - 17:30

Wie wichtig und dennoch unbekannt der Boden und das Bodenleben sind, wird uns immer bewusster. Im Boden tobt das Leben, in einer Handvoll Boden gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde, unter denen ist der Regenwurm ein Riese. Diese sind dort alle ungemein tätig und schaffen damit unser aller Lebensgrundlage.

Das Programm

Auf dem Acker werden wir ein oder zwei Löcher buddeln, um einen Einblick in den Boden zu erhalten. Und dennoch werden wir das Wesentliche nicht sehen können, vielleicht aber eine Beziehung dazu bekommen.

Um von dem nicht gesehenen dennoch etwas zu erfahren, bedarf es einer Unterfütterung. Ina Sperl wird einige Passagen aus ihrem spannenden und lebedigen Buch „Der Boden – das verborgene Universum zu unseren Füßen“ vorlesen. Darüber können wir anschließend ins Gespräch kommen.

Mit Ina Sperl (Pflanzenliebhaberin und Journalistin, Köln), Dorle Gothe (Regionalwert AG Rheinland) und Hans v. Hagenow (Haus Bollheim)

Anmeldung: https://www.bollheim.de/events/regionalwerttag-05-12/

 

Weitere Informationen zum Weltbodentag:

Zum Weltbodentag 2014 mahnte die FAO, dass der Menschheit vielleicht nur noch 60 ausreichende Ernten für die Weltbevölkerung bleiben, wenn bisherige Landbewirtschaftungspraxis beibehalten und die Bodenerosion auf Ackerflächen weitergeht wie bisher. Dennoch: Fruchtbarer Boden wird weltweit immer knapper. Unseren Boden gilt es für den Klimaschutz – aber auch für die Ernährungssicherung zu schützten.

Im dicht besiedelten Rheinland muss Boden auch vor Erosion und dem Verlust von Bodenfruchtbarkeit – hauptsächlich aber vor Bebauung geschützt werden. Leider wurde in NRW der Landesentwicklungsplan mit der Streichung  des  Leitbildes  “flächensparende  Siedlungsentwicklung” so gelockert, dass fruchtbarer Boden eher noch stärker bebaut wird als je zuvor, obwohl es sich gerade in der Kölner Bucht um die besten Böden der Welt handelt.

Bodenfruchtbarkeit ist unseren Partnerbetrieben wichtig. Seit Jahrzehnten setzten sie zahlreiche Maßnahmen ein, um Humusgehalt zu erhöhen und die lebendige Vielfalt im Boden zu fördern. Organisches Material als Düngung, Zwischenfruchtanbau, Kleegras in der Fruchtfolge (oft zweijährig), möglichst pfluglose und schonende Bodenbearbeitung, Mulchen, Kompostieren, Terra Preta, Effektive Mikroorganismen, Komposttees und Präparate zur Aktivierung des Bodenlebens – es gibt viele Möglichkeiten. Wir werden einige Maßnahmen auf Bollheim sehen können.

Auf Deutschlandfunk gibt es einen sehr interessanten Bericht über Boden und Bodenversiegelung “Leben und Sterben unter dem Asphalt”, mit zahlreichen Fakten zum Bodenleben und Klimaschutz – unter anderem auch über einen Versuch zur Bestimmung der Lebendigkeit von Boden anhand von Geräuschen.

Weitere Informationen gibt es in den Berichten zum Weltbodentag 2020 “Boden gut machen” und 2019 “Mehr, nicht weniger Bodenschutz in NRW“.

Weitere Informationen zu Bodenschutz:

Bodenatlas der Heinrich Böll StiftungWeltagrarbericht, Bodenerosion und Bodenfruchtbarkeit

Die 4-Promille-HUMUS-Initiative „Böden für Ernährungssicherung und Klima“ – 1,5 Grad Ziel erreichen durch Humusaufbau weltweit beim Klimagipfel in Paris 2015
eine wissenschaftliche Bewertung für Deutschland 
Zitat aus dem Fazit: (Es sollten…)  “Synergien von Maßnahmen in den Bereichen Wasserschutz, Bodenschutz, Biodiversitätsschutz und Klimaschutz betont werden. Neben den Chancen einer Kohlenstoffeinbindung in Böden für das Klima ist auch auf die Gefahren durch fortgesetzte Kohlenstoffverluste aus Böden und somit auf die Notwendigkeit, kohlenstoffreiche Böden zu schützen hinzuweisen. Dies bedeutet, dass die Ressource Boden eine hohe Relevanz für die Klimapolitik besitzt, und zwar sowohl hinsichtlich der Chancen als auch der Risiken.”

Details

Datum:
5. Dezember
Zeit:
15:00 - 17:30