Bernd Schmitz, Hanfer Hof
Petra Graute-Hannen, Lammertzhof
Estella Cron und Marlene Koch, Hofdealer
Arne Mehrens, Haus Bollheim

Das Regionalwert-Netzwerk – nimmt Fahrt auf!

Regionalwert AGs auf einem Blick

Neun Regionalwert AGs wurden schon gegründet: Freiburg, Hamburg, Rheinland, Berlin-Brandenburg, Oberfranken, Münsterland, Niederösterreich-Wien, Bodensee-Oberschwaben, Bremen & Weser-Ems
Weitere Gründungsinitiative sind in den Regionen Mittleres WürttembergMecklenburg-Vorpommerns und Südwestfalen aktiv. Da tut sich was!

Die 9 gegründeten Regionalwert AGs haben zusammen (Stand Ende 2021):

  • >15 Mio. Euro Grundkapital
  • > 5.000 Aktionär*innen
  • > 200 Partnerbetriebe

Warum es so wichtig ist, Geld zur Verfügung zu stellen? Gerade landwirtschaftliche Betriebe brauchen regelmäßig Kapital für Maschinen, Tiere, Land oder Gebäude, auch für die Umstellung auf ökologischen Landbau. Dabei können wir helfen und gehen in die unternehmerische Verantwortung. Indirekt gehen unsere Aktionäre und Aktionärinnen gehen damit mit ins Risiko und stärken dem Betrieb mit Eigenkapital den Rücken. Ihr eigenes Risiko beschränkt sich auf die Einlage. Das Risiko eines Totalverlustes ist bei 16 Beteiligungen an Betrieben vor Ort relativ gering.

Wildes Rindfleisch von Frank Vohwinkel

Die Rinder von Regionalwert-Netzwerkpartner Frank Vohwinkel sind etwas ganz besonderes, denn sie pflegen die Natur rund um die Museumsinsel Hombroich bei Neuss. WILDE RINDER WEIDEN heißt sein Projekt und beschäftigt sich intensiv mit dem Einsatz von Rindern zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt. Weitere Infos dazu finden Sie hier. Um die Herdengröße konstant zu halten steht nun zeitnah die nächste Schlachtung an, ganz ohne Transport und mit Weideschuss.

Sie können ein Mischpaket direkt bei Frank vorbestellen und pünktlich zur festlichen Jahreszeit in den Genuss dieses ganz besonderen Rindfleisch kommen – und somit die nachhaltige Landschaftsgestaltung von WILDE RINDER WEIDEN wertschätzen.
weitere Infos:

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Klimaschutz so dringend wie nie zuvor! Demo der Fridays for future

Unsere Partnerbetriebe sind in Köln, Bonn, Düsseldorf – unser Vorstand Dorle Gothe in Olpe mit dabei. Eine nie dagewesene Häufung der Dürren und Überschwemmungen, weltweit Brände und ganze Landstriche wie in Pakistan unter Wasser. Klimawandel wird immer noch nicht wie eine (die bedrohlichste) Kriese wahr genommen. Die Häufung der Krisen Ukraine-Krieg, Energiepreissteigerungen, Lebensmittelverknappung, überlagern, dass die Transformation des Landwirtschaft- und Ernährungssystem der wichtigste Hebel für den Erhalt von Artenvielflat, Klimaanpassung, Bodenfruchtbarkeit, Wasserqualität, Gesundheit, Tierwohl und Ernährungssouveränität… ist!

Öko-Modellregion Bergisches Rheinland – wir sind im Beirat mit dabei!

Schon im Beteiligungsprozess zur Bewerbung als Öko-Modellregion durften wir im Bergischen Land einige unserer Ideen und Projekte – wie die mobile Schlachtung und regionalen Milchverarbeitung einbringen. Nun dürfen wir auch im Beirat mitwirken. Das Konzept für das Bergische Land umfasst vor allem Fleisch- und Milchverarbeitung (die Hauptprodukte der Grünlandregion) aber auch die Förderung von Solidarischen Landwirtschaft, Gemüse- und Streuobstanbau. Ergänzen können Maßnahmen durch die Förderprogramm Regionale 2025, für das eine gut erfasste Potentialanalyse des Instituts BAUM erstellt wurde, sowie durch die LEADER Regionen „Bergisches Wasserland“ und „1.000 Dörfer- eine Zukunft!“  Zusammen könnten sie einen großen Beitrag für regionales, nachhaltiges Wirtschaften liefern. Dafür setzten wir uns gerne ein!

Wir sind Teil vom innovativen Gut Kremershof

Wir freuen uns sehr, nun Teil von Gut Kremershof in Wipperfürth zu sein.

Thorsten und Rahel Kremershof hatten einen intensiven Bio-Milchviehbetrieb und hätten  beinahe einen neuen Milchviehstall für knapp 2 Mio. Euro gebaut – der Klassiker, danach ist man für 30 Jahre verhaftet. Thorsten wurde immer stiller und stiller, er rechnete sich das mehrfach durch – übrig blieb für einen 24/7 Job ungefähr so viel wie das Kindergeld der Familie. Sie schafften die Milchkühe ab und luden Städter ein, ihren Hof zukunftsfähig zu gestalten. Mona Beckmanns und Lucas Danisch folgten dem Aufruf und schafften im Team unglaubliches: Eine gemeinnützige Genossenschaft mit über 200 Genossinnen, eine Solawi Hofkollektiv mit 150 Anteilen und 3 festangestellten Gärtner:innen – alles in einem Jahr.

Nun geht es mit unserer Beteiligung um den Umbau des landwirtschaftlichen Betriebes in einen regenerativen, silvopastoralen Agroforstbetrieb mit Mutterkuh- und Hühnerhaltung weiter. Die Gemeinschaft der SolaWi stärkt der Familie Kremershof den Rücken und steht als Vertriebsweg für weitere Produkte bereit. Und wir sind sicher, da kommt noch mehr!

WDR berichtet: NRW Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen zu Besuch bei Regionalwert-Partner Haus Bollheim

NRW Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen war zu Besuch bei Regionalwert-Partner Haus Bollheim und hat sich gemeinsam mit Betriebsleiter Hans von Hagenow ein Bild der aktuellen Lage im Ökolandbau gemacht: Die Umsatzzahlen gehen seit Monaten drastisch zurück. „Wir haben durchaus einen Rückgang, so etwas habe ich in meiner 40-jährigen Laufbahn noch nicht erlebt. Die Menschen sind stark verunsichert“ so Hans von Hagenow. Gleichzeitig wird immer mehr Verbrauchern klar, wie wertvoll die Arbeit der Bio-Landwirte zur nachhaltigen Krisenbewältigung ist.

Hier geht es zum Lokalzeit-Beitrag in der ARD Mediathek

BioFach – unsere regiosöl Veranstaltung war sehr gut besucht!

Gesellschaftliche Leistungen im Ökologischen Landbau erfassen und honorieren – wie soll das gehen?

Eine Antwort wollen wir in dem vom Bundesprogamm Ökologischer Landbaus des BMEL geförderten regiosöl Projekts unter Leitung des Instituts für ländliche Strukturforschung in Frankfurt finden. Ein erstes Ergebnis des Projekts war die Bewertung der bereits entwickelten Analysen für nachhaltige Landwirtschaft, die es auf dem Markt gibt. Dabei hat die Regionalwert-Leistungsrechnung (www.regionalwert-leistungen.de) besonders aufgrund ihrer Anwenderfreundlichkeit gut abgeschnitten (online, umfassend, monetär ausgewertet und in wenigen Stunden machbar). In der Veranstaltung wurden erste Ergebnisse des Projekts und die Nachhaltigkeitsanalyse des Betriebes Bioland Engemann aus der Pilotregion Nordhessen vorgestellt. Nun sollen die Ergebnisse auf Regionen übertragen werden, wie sieht die Nachhaltigkeits-Analyse für eine regionale Land- und Ernährungswirtschaft aus?

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier, auf der Seite auch ein ausführlicher Bericht zum Workshop.

Die Sommer-BioFach mit hohem Besuch am Regionalwert-Stand

Hoher Besuch am Regionalwert-Stand bei der Sommer-BioFach in Nürnberg: Wir tauschten uns mit Bioland Präsident Jan Plagge und Demeter Vorstand Johannes Kamps-Bender über eine Kampagne zur Wertschätzung nachhaltiger Leistungen von Biobetrieben aus. Besonders freuten uns die zahlreichen Besuche und Treffen der bereits neun gründeten Regionalwert AGs und den neun Initiativen zur Gründung mit ihren Partnerbetrieben! Ein beeindruckendes Netzwerk von Multiplikatoren.

Ungewöhnlich bei Sonnenschein draußen in den Messehöfen der BIOFACH in Nürnberg zu speisen, denn die weltweit größte Messe für Bioprodukte ist regelmäßig im Februar. Ein umfangreiches politisches Fachprogramm und den Kongress der Biostädte begleitet die Messe. Die Freude der Teilnehmer der Sommeredition (wegen Corona verschoben) war deutlich zu spüren. Weniger Stände und weniger Besucher – aber ein intensiver Austausch. So auch bei uns am Regionalwert Stand bei Kugler & Rosenberger in Halle 9. 

Festival Straßenland 2022 – autofrei Richtung nachhaltige Stadtlogistik in Köln

Auf dem Straßenland Festival in Köln war ordentlich was los! Viele junge und mutige Initiativen und Unternehmen hatten die Gelegenheit sich neugierigen Besucherinnen und Besuchern vorzustellen – dafür hat die Stadt Köln die sonst vielbefahrenen Nord-Süd-Fahrt gesperrt: 1,5 km autofreie Zone und unser Partner Himmel un Ääd mittendrin. So viel gute Resonanz und Interesse hat gezeigt, dass das junge, regionale Logistik-Startup genau auf dem richtigen Weg ist: Die Kölnerinnen und Kölner wollen mehr bio-regionale Produkte. Also volle Kraft voraus, um das urbane Liefersystem via Lastenrad weiter auszubauen. Dabei unterstützen wir als Regionalwert AG Rheinland bereits seit Gründung und gehen jetzt gemeinsam die nächsten Schritte.

Am Ende des Festivals ging es gut gelaunt mit dem mobilen Infostand in den wohlverdienten Feierabend. Erstaunlich, was alles mit einem Lastenrad umweltschonend transportiert werden kann.

Die Hauptversammlung der Regionalwert AG Rheinland

Am 12.06.2022 kamen in den wunderschönen Räumen von DEINSpeisesalon in Köln rund 150 unsrer Aktionärinnen und Aktionäre zusammen, um sich über die Entwicklung der Gesellschaft, der Beteiligungen und Partnerbetriebe zu erkundigen.

Nach dem Vorstands- und Aufsichtsratsbericht, den Beschlüssen und einer regen Diskussion, wurden die Partnerbetriebe vorgestellt. Es fand ein intensiver persönlicher Austausch über nachhaltige Leistungen statt, nachdem die Aktionär:innen selbst auswählen mussten, welche Kategorien ihrer Meinung nach am wichtigsten sind. Der Hintergrund: mit den aktuellen Preisen und Fördersystemen werden unnachhaltige Systeme bevorzugt, für alle Leistungen hat der nachhaltig wirtschaftende Betrieb keine Mittel – er muss auswählen, obwohl alle Leistungen wie Artenvielflat, Bodenfruchtbarkeit, gute Arbeitsplätze, regionale Wirtschaft etc. für die Zukunft wichtig sind. und dem Nachhaltigkeitsbericht der Regionalwert AG Rheinland weiter. Die monetäre Auswertung der gesellschaftlichen Leistungen anhand der Nachhaltigkeitsanalyse die wir als Ausstellung aufgebaut hatten, beeindruckte die Aktionär:innen. Musik und Fingerfood- selbstverständlich aus Zutaten der Partnerbetriebe (regional.bio.fair) rundeten den Abend ab. Eine Fotogalerie gibt es beim Weiterlesen.

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Ernährungsrat Köln: Messe für nachhaltige Ernährungsbildung

Am 10. Juni 2022 fand im Innenhof des Gut Leidenhausen in Köln-Porz die Messe für nachhaltige Ernährungsbildung statt, organisiert vom Kölner Ernährungsrat. Vertreten waren rund 20 Ausstellende, die ihre Stände im schönen Innenhof des ehemaligen Gutshofes aufbauten. Neben zahlreichen Initiativen für Umwelt- und Ernährungsbildung, waren einige Anbieter regionaler Lebensmittel sowie ein nachhaltiges Cateringunternehmen vor Ort. Auch der Ernährungsrat und das UBZ Leidenhausen selbst informierten die Gäste über ihre Arbeit.

Wir als Regionalwert AG waren natürlich auch dabei! Gemeinsam mit unserem Partner und jungen Logistik StartUp Himmel un Ääd haben wir neue Kontakte geknüpft, um die Entstehung einer bio-regionalen Versorgung in der Gemeinschaftsverpflegung – speziell KiTas und Schulmensen – weiter voranzutreiben. Die Gäste – Interessierte und Fachpublikum aus Schulen, Kitas und Trägerorganisationen – bekamen die Möglichkeit, sich umfassend darüber zu informieren, wie sie die Verpflegung in ihren Einrichtungen nachhaltiger gestalten können.

Hier gibt es den ganzen Artikel zur Messe  https://stern-kita.koeln/das-war-unsere-messe-fuer…

Gesellschaft für die Mobile Metzgerei gegründet

Heute haben wir mit Bio-Metzger Jörg Müller die gemeinsame GmbH für die Mobile Metzgerei gegründet.

Das Projekt für möglichst artgerechtes Schlachten auf dem Hof (das Tier muss nicht transportiert werden und hat dadurch kaum Stress), begleiten wir seit mehr als 5 Jahren. Das Problem: es gibt kaum noch Schlachtmöglichkeiten in NRW, Köln, Bonn, Düsseldorf, Gummersbach etc. haben die gemeindeeigenen Schlachthöfe zugemacht – ohne Alternative. Landwirte die direkt vermarkten wollen haben dadurch keine Möglichkeit mehr. Wir haben schon einige Hürden genommen. Es ist sehr schwer, ein Modell zu finden, dass den Ansprüchen der EU Verordnung bzw. denen der jeweiligen Kreisveterinäre entspricht. Wir haben uns für das Modell von Sebastian Pick entschieden, es hat beim Probeschlachten auf Haus Bollheim überzeugt. jetzt heißt es Daumen drücken für unseren Förderantrag beim Land NRW!