Gemeinsam ermöglichen wir mit Bürgeraktien ökologische, regionale Lebensmittel von Hof und Acker der Bauern auf den Teller.

Die Region als Wertschöpfungsraum – ein Artikel von Aufsichtsrat Stefan Gothe im kritischen Agrarbericht

Am 18. Januar erschien der kritische Agrarbericht 2018 mit einem Beitrag unseres Aufsichtsratvorsitzenden Stefan Gothe. Der Artikel “Die Region als Wertschöpfungsraum – Über die neue Rolle der Verbraucherinnen und Verbraucher bei der regionalen Versorgung mit Lebensmittel” beschreibt das Konzept der regionalen Wertschöpfungsräume als Weiterführung des Konzepts der regionalen Wertschöpfungsketten.

In dem Artikel werden einige Initiativen vorgestellt, die durch ihre Arbeit einen Beitrag zu Ernährungssouveränität von Stadt und Land und zu regionalen Wertschöpfungsräumen leisten. Zu den vorgestellten Initiativen zählt auch die Regionalwert AG, sowie die Konzepte der Marktschwärmer, der Solidarischen Landwirtschaft, der Ernährungsräte und der “Essbare Stadt“. Für genauere Informationen und einen Einblick in die Potentiale von Regionalen Wertschöpfungräumen hier der vorgestellte Artikel: Die Region als Wertschöpfungsraum.

Als Vorbild wird hier die bäuerliche Ökonomie als nachhaltige Versorgung ökonomischer und sozialer Bedürfnisse einer Familie in einem festgelegten ökologischen Rahmen genommen und auf eine Region übertragen. Von großer Bedeutung ist dafür die Vernetzung aller regionalen Akteure, nicht nur in der Lebensmittelproduktion, sondern auch von Politik und Verbraucher*innen. Denn nicht nur durch die Art des Konsums können sich Bürger*innen aktiv an der Entwicklung einer Region beteiligen, sie können auch mitarbeiten, sich solidarisch und finanziell beteiligen. Dadurch werden sie zu Mitgestalter*innen einer nachhaltigen Ökonomie.

Aufsichtsrat und Demeter Landwirt Albrecht Burgmer heute im WDR

“Albrecht „Hardy“ Burgmer geht es wie vielen Bauern. Er musste Gewinn machen und wollte gleichzeitig das Wohl seiner Tiere berücksichtigen. Das wurde für den Landwirt, der den Breuner-Hof in Lindlar  in der achten Generation leitet, immer schwieriger. Dann hatten er und seine Frau eine gute Idee. Petra und Albert Burgmer gründeten 2016 gemeinsam mit anderen Betrieben sowie 36 Männern und Frauen die Bürgergesellschaft „Regionalwert AG Rheinland“. Sie brachten ein Drittel ihres Hofes in die Aktiengesellschaft ein und verkaufen Aktien zu je mindestens 600 Euro. Derzeit sind sieben Bio-Betriebe aus der Region, darunter Bauernhöfe, Metzgereien, Bäckereien und Restaurants in der AG vernetzt. Das Geld investiert die „Regionalwert AG Rheinland“ in ihre Partner und in die Gründung neuer Betriebe. Alle verpflichten sich, soziale und ökologische Standards einzuhalten, fair und transparent zu arbeiten. Sie nehmen sich gegenseitig Produkte ab und wirtschaften auf diese Weise regional.”

Für alle, die es verpasst haben: Hier das Interview auf der Seite vom WDR

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Kraftvoller Auftakt: Die Demeter Wintertagung NRW 2018

Die Demeter Tagung das Landesverbandes NRW stand in diesem Jahr unter der kritischen Fragestellung “Ökolandbau Quo vadis: Wachsen, weichen, wachsweich? Wo steht der Biologisch-Dynamische Landbau?” Eine Fragestellung, die sich für die gesamte Bio-Branche ergibt und durch die Referenten Prof. Niko Paech der Uni Siegen und Prof. Köpke der Uni Bonn kritisch hinterfragt und mit neuen Denkanstößen begleitet wurde.

Bio in Deutschland boomt und Demeter, bzw. der gesamte regionale Bio-Anbau, kommt nicht hinterher. Die großen Zuwächse im heimischen Bio-Markt werden zunehmend im Ausland produziert. Was bedeutet das für den Verband, der organischen Kreislauf, Tierwohl und Bodengesundheit am konsequentesten vertritt und mehrfach als nachhaltigste und glaubwürdigste Marke, sogar als Marke des Jahrhunderts ausgezeichnet wurde? Was heißt das für die Strategie im Verband und der Betriebe? Wachsen oder weichen? bzw. Wie oder wohin muss man wachsen?

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Beste Wünsche für 2018!

 

Die Regionalwert AG Rheinland wünscht: Alles Gute zum Neuen Jahr!

Und das wird spannend im Rheinland! Wir bereiten die nächste Kapitalerhöhung und die ersten neuen Beteiligungsprojekte vor und hoffen dabei auf eine breite Unterstützung. Wir freuen uns die neuen Beteiligungen schon bald unseren Aktionären vorstellen zu können, wie immer mit regionalem Buffet und einem kleinen Pop-up Markt von unseren Partnern.

Außerdem wollen wir Projekte für regionales, samenfestes Saatgut unterstützen und werden bei den Saatgutfestivals in Bonn (18.02.), Köln (03.03.) und Düsseldorf (10.03.) mit einem Stand vertreten sein. Erstmal wollen wir herausfinden, welche Biobetriebe in den Bereichen Verwendung von samenfesten Sorten, Saatgutvermehrung und Züchtung aktiv im Rheinland engagiert sind. Eine Vernetzung wäre sinnvoll und eine tolle Gelegenheit dafür bieten die Saatgutfestivals. Ihr seid in dem Bereich bereits unterwegs? Meldet euch gerne bei uns am Stand oder auch per Mail an info@regionalwert-rheinland.de.

Auf eine fruchtbare und nachhaltige Zuammenarbeit!

Gutschein: Ein Stück Region zu Weihnachten!

Sie wissen noch nicht, was Sie Ihren Kindern und Enkeln schenken sollen? Dann schenken Sie doch eine Aktie der Regionalwert AG Rheinland. Und wir sorgen mit dieser Investition für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft im Rheinland. Gut ist für Mensch, Tier und Umwelt!

Es ist ganz einfach: Sie laden das pdf Dokument Gutschein  Gutschein Regionalwert Aktien herunter, drucken es aus, stecken es in einen schönen Umschlag.  und schenken es ihren Lieben. Zum Zeitpunkt der nächsten Kapitalerhöhung (geplant im Frühjahr 2018), zeichnen Sie die Anzahl der im Gutschein angezeigten Aktien.

Eine Investition die sich lanfristig lohnt. Ein Gewinn mit Sinn!

Volles Haus beim Partnertreffen

Ein Austausch, der sich lohnt – persönlich und inhaltlich. Nach einer Vorstellungsrunde mit neuen Partnern und einem kurzen Input der Regionalwert AG über aktuelle und kommende Projekte ging es schnell in die inhaltliche Arbeit zum mobilen Metzgerei Projekt und zum Austauch über Logistik. Noch lange nach dem Ende des offiziellen Teils wurde intensiv ausgetauscht und verabredet.

Ein gelungenes Partnertreffen! Vielen Dank!

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Neuer Partner: Edelkäserei Kalteiche

Matthias Kühn mit seinen Schafen

„Gemeinsam im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften“ ist das Motto von Matthias, Ricarda und Sarah Kühn. Sie verbindet die Leidenschaft zu Landwirtschaft und Käserei. Gemeinsam haben sie den Betrieb mit Käserei in Wilnsdorf im Siegerland aufgebaut und halten auf ihrem Hof etwa 140 Schafe und 800 Hühner in drei Hühnermobilen. In der Edelkäserei wird die Milch der eigenen Schafe sowie Demeter- Ziegenmilch von einem nahgelegenen Betrieb zu hochwertigem Käse verarbeitet.

Der Käse wird nach den strengen Richtlinien des Demeter-Verband produziert. Der Betrieb ist wegen der regionalen Bindung an die Biobetriebe außerdem auch im Biokreis-Anbauverband. Er verkauft seinen Käse, sowie Demeter Eier und Lammfleisch im eigenen Hofladen,sowie in Bioläden in Siegen, Köln, Bonn, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet und ist in mehr als 60 Bio- und Hofläden zu haben.

Regionalwert im Münsterland – Vortrag im Sozialseminar in Lienen

Der Vortrag von Vorstand Dorle Gothe fiel bei der Veranstaltung des Sozialseminars Lienen der Evangelischen Kirche und dem Ortsverband Landwirtschaft auf fruchtbaren Boden. Nachdem das Konzept der Bürgeraktiengesellschaft und Voreile einer ökologische-nachhaltigen Wirtschaftsweise vorgetragen waren, wurde noch lange und intensiv diskutiert.

V.l.n.r.: Dorle Gothe (Rergionalwert-AG), Anja Oetmann-Mennen und Edgar Klinger (Sozialseminar).

Im Münsterland sind in der Mehrzahl Tierhaltungsbetriebe ansässig, die hauptsächlich konventionell wirtschaften. Viele davon in familiären Strukturen, die an ihre Grenzen stoßen. Eine Umstellung auf ökologischen Landbau setzt hohe Investitionen voraus, die nicht allein die Landwirte schultern können. Sichere Abnahmestrukturen müssen ebenso vorhanden sein. Genau deswegen wurde die Regionalwert AG gegründet: es braucht einen starken Verbund vom Acker bis zum Teller. Ein toller Austausch – und großes Interesse war im Raum. Wir sind gespannt wie es weitergeht!

Neuer Partner: BioFleischerei Müller aus Leverkusen

Jörg Müller, Bio-Metzger aus Leidenschaft, hier an der Fleischtheke im Bioladen “Müllers Deli” in Leverkusen.

Wir haben einen neuen Partner: die Bio-Fleischerei Müller in Leverkusen!

Mit Jörg Müller, Händler in dritter Generation und engagierter Bio-Metzger, verbindet uns das dringende Interesse die regionalen Verarbeitungsstrukturen im Bereich Fleisch zu erhalten. Und dabei stehen wir vor einem großen Problem: Regionale Fleisch-Erzeuger finden kaum noch Möglichkeiten zum Schlachten in Ihrer Nähe. Und die wenigen Betriebe, die nach der Reform der EU-Hygiene-Verordnung 2004 noch übrig geblieben sind, haben oft keinen Nachfolger. Kein Wunder, denn derzeit gibt es nur sieben (!) Auszubildende im Fleischerhandwerk in NRW – es werden also in der nächsten Zeit noch weitere Betriebe verloren gehen. Mit weitreichenden Folgen, denn dadurch müssen die Tiere weiter transportiert werden und i.d.R. über Nacht im Schlachthaus bleiben – das bedeutet mehr Angst uns Stress bis zur Schlachtung und für Betriebe mit nur wenigen Tieren lohnt sich der Aufwand nicht mehr. Vielfältige Höfe brauchen regionale Schlacht-Möglichkeiten!

Die Lösung: Wir arbeiten gemeinsam an einer Mobilen Metzgerei, die ein stressfreies Schlachten auf dem Hof ermöglicht. Bei Interesse bitte melden!

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Kameha Grand: Klimafreundliches COP 23 Menü – Klima schützen mit Genuss

Anlässlich der UN-Klimakonferenz COP 23, vom 06.11. bis 17.11.2017 in Bonn, haben wir mit Nils Ulott, dem Küchendirektor des Kameha Grand, ein klimafreundliches Menü aus biologisch-regionalen Zutaten zusammengestellt. Die Hauptzutaten kommen aus Bonn und der näheren Umgebung, von der Betrieben Bioland Leyenhof, Haus Bollheim, DLS Bäckerei, Bioland Hochgürtel und Bauernhof Kaltenbach. Klimaschutz, der köstlich schmeckt!

v.l.n.r.: Martina Strammerjohann, DLS Bäckerei; Nils Ulott, Kameha Grand; Dorle Gothe, Regionalwert AG und Dorothee Hochgürtel, Bioland Hochgürtel

Hintergrund ist die UN Klimakonferenz COP 23, die in Bonn stattfindet. Ziel der Verhandlungen sind Maßnahmen, um die weltweite Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Dabei haben Landwirtschaft und Ernährung einen großen Einfluss auf das Klima. Rund ein Fünftel der jährlich in Deutschland entstehenden Treibhausgas-Emissionen werden durch Produktion, Transport, Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln verursacht.

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Nachlese: Tag der Regionen und Stammtisch auf dem Breuner Hof!

Pünktlich zu den Aktionstagen Tag der Regionen luden wir unsere Aktionäre auf das Hoffest vom Breuner Hof ein. Über 400 Besucher informierten sich auf dem Demeter Betrieb über eine besonders artgerechte Tierhaltung, biologisch-dynamischen Gemüseanbau und die aktuellen Projekte der Regionalwert AG Rheinland. Besonders beliebt waren die Hofführungen von Bauer Hardy Burgmer und Malte Hövel. Einmal rund um den gesamten Hoforganismus: zur Milchviehhaltung mit kälbergebundener Aufzucht sowie Patenschaften für Bullenkälber und Omakühe, den Marans-Hühnern, zur Streuobstwiese und zu den Gemüseflächen.

Erst seit Mai auf dem Hof, kann Gärtnermeister Malte Hövel eine große Vielfalt von Gemüsekulturen auf dem Feld und im Folientunnel zeigen – der Großteil davon aus samenfestem Saatgut. Ihm ist der Aufbau eines Hoforganismus besonders wichtig, so verwendet er den tierischen Dünger für die Pflanzen, Pflanzenreste bekommen die Tiere als Futter bzw. werden kompostiert. Von Anfang an wurden besonders die Lieferbeziehungen zu den regionalen Bioläden aufgebaut.

Beim Regionalwert-Aktionärs-Stammtisch informierten Vorstand Dorle Gothe und Bäuerin Petra Burgmer über aktuelle Entwicklungen in der Regionalwert AG und auf dem Breuner Hof. Ebenso wurden die geplanten Projekte einer mobilen Metzgerei sowie die Beteiligungen an zwei Käsereien vorgestellt. Dabei wurde sogar gefilmt, denn derzeit entstehen einige Filme über unsere Partnerbetriebe.

Niko Paech in Bonn: Wohlstand ohne Wachstum in einer endlichen Welt

450 Teilnehmer sind gekommen um den Vortrag von Niko Paech “Postwachstumsökonomie: Wohlstand ohne Wachstum in einer endlichen Welt” zu hören und mit Germanwatch, Regionalwert AG und Bonn im Wandel über nachhaltiges Wirtschaften im Zeichen des Klimawandels zu diskutieren.

Hintergrund: Wir verbrauchen in Deutschland so viele Ressourcen als hätten wir drei Erden zur Verfügung, mit bekannten ökologischen und sozialen Auswirkungen. Bisher sind alle Versuche gescheitert, unser Bruttosozialprodukt von den ökologischen Schäden abzukoppeln, sagt Paech. Die einzige Möglichkeit sei es, das Wachstum zu begrenzen und Industrie zurückzubauen. – Oder Wirtschaft nachhaltig zu transformieren: Gute Ansätze dafür gibt es viele, wie Bonn im Wandel zeigte, ein weiterer Ansatz ist natürlich: regionale, ökologische erzeugte Lebensmittel zu konsumieren.

Ein ausführlicher Bericht findet sich auf der Seite von Bonn im Wandel, hier entlang.